Dichter und Denker

13/10/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein Denker ist ein Mensch, dem es bestimmt ist durch eigenes Schauen und Verstehen die Zeit symbolisch darzustellen. Dabei denkt er, wie er denken m u s s. Wahr ist für ihn letztlich nur, was als Bild seiner Welt mit ihm geboren wurde. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Damit erfindet er nichts, sondern entdeckt es in sich. Alles war er denkt, ist mit seinem Leben identisch. Das hat auf wunderbare Weise der Schriftsteller Andreas Maier beschrieben. Der in Friedberg in Hessen geborene und dort auch aufgewachsene Schriftsteller hat im Juni 2006 die Frankfurter Poetikvorlesungen gehalten. Unter dem provokant-einfachen Titel Ich, dem Mittelteil des Wortes nichts. Legt Maier ein beredtes und auch beeindruckendes Zeugnis über dieses Thema ab. Super zu lesen!

Es ist also nicht wahr, dass wir abgelöst von unserer Vergangenheit (sogar der in Blut und Boden eingebetteten Geschichte unserer Vorfahren) etwas erkennen und denken können.

Das als Handgepäck ist mir wichtig, wenn ich nach Indien reise. So ist es wahrscheinlich auch zu erklären, dass ich ich immer deutscher/europäischer empfand, wenn ich von weiten Reisen zurück kehrte. Es ist gar nicht das, was ich in der Ferne wahrnehme, sondern das Eigene kann ich auf einmal mit fremden Augen wahrnehmen. Das ist fast der größte Gewinn!

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