Europa und die Blumen

03/11/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist ist doch pfiffig, dass gerade dieses Europa des jahrhundertelangen Erfolgs jetzt selbst von den „rückständigen“ Nationen wie Indien und China jetzt  im Rattenrennen des Globalismus herausgefordert wird, dass auf einmal Rückständigkeit wieder ein Vorteil ist.
Oder ist es nicht etwa „Rückständigkeit“ wenn eine Arbeitsstunde in China 60 Cent kosten lässt und damit China unverschämt konkurrenzfähig macht?
Europas prägender Einfluss auf die Welt hat nun ein Ende, damit werden wir leben müssen. Damit haben wir schon im 20igsten Jahrhundert zu leben gelernt.
Wir sind auf dem S p r u n g in eine andere Welt, davon bin ich überzeugt, das meinen auch viele andere und sprechen vom Ende der Geschichte, wie z. B. der Poltikwissenschaftler Francis Fukuyama.
Aber wohin werden wir springen? In eine von China oder Indien dominierte Welt oder zurück ins islamische Gedankengut, zurück in eine Welt v o r der Neuzeit??
Ich denke soooo einfach ist die Sache nicht.
Man muss schon genauer hingucken, muss Sensoren entwickeln für das w i r k l i c h Neue, für Gedanken wie sie vor 500 Jahren Nikolaus von Kues und Giordano Bruno ausgegraben haben, die dann den Impuls für ein neues Denken gaben, für die Aufhebung der Repräsentation damals. Alles andere folgte im Schlepptau nach. Ein wahrlich fruchtbarer aber auch furchtbarer Gedankensprung.

Wie sind die Gedanken, die die neue Aera prägen werden?
Welche Götterdämmerung zeigt sich nun?
Wird Europa den schleichenden Niedergang aufhalten können??
Wo liegen überhaupt die Gründe für den Niedergang?

Solche Fragen sind interessant,
aber auch solche,
welche auf die Suche gehen nach Gedanken, die die neue Welt aufspannen könnten
welche die Kraft haben die Regelkreise der Postmoderne zu zerreissen,
da gibt es schon einige Kandidaten
Ich jedenfalls wünsche mir eine Welt in der Gesetze welken sollten wie Blumen

Ich mag nun mal das feine Gewebe des Werdens, wachsende Pflanzen, galoppiernde Pferde, fliegende Vögel, aber nicht die Statik der Maschinen und der Arbeitsgesellschaft. Ich fühle den Kampf der Seele in der sinnlichen Mechanik der Pflicht. Das Primat des Verstandes mit seiner natürlichen Affinität zum Raum hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt sind. Und natürlich die Physik, die Leitwissenschaft für ein paar Jahrhunderte mit dem Labor als Ort der künstlichen wiederholbaren Inszenierungen.

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