Gedächtnis

03/11/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Aber damit n i c h t genug, auch das was wir unter Gedächtnis verstehen ist nicht das, was es eigentlich ist
Die moderne Gedächtnisforschung sieht das Gedächtnis schon lange nicht mehr als „Speicher“
(wie´s im herkömmlichen Sprachgebrauch noch verankert ist)
sondern als Ausbildung von Kognitionsstrukturen
Diese Strukturen werden in der Vergangenheit ausgebildet, man kann jedoch keinesfalls sagen, dass ihre Inhalte aus der Vergangenheit stammen!
In diesem Sinne (und da sind sich alle einig!!) gibt es gar k e i n e Erinnerungen
Die Funktion des Gedächtnisses besteht n i c h t in der Bewahrung von vergangenen Inhalten
sondern in der aktuellen S y n t h e s e bestimmter neuronaler Konnexionen
Das wesentliche Merkmal eines konnektivistischen Gedächtnismodells ist sogar seine Distributivität
also die Tatsache, dass jede Wahrnehmung aus unzähligen Einzelaspekten zusammengesetzt ist
(Sehen, Ort, Bewegung, Farbe, Kontrast)
Eine solche Verknüpfung über im Gehirn weit auseinanderliegende Verarbeitungzentren ist s t e t s momentan,
sie kann niemals exakt wiederholt werden.
Also niemals eine chronologische Anreihung in der Zeit.
Wie steht´s nach solchem Betrachtungen mit unsem Zeitempfinden??
Was messen wir da eigentlich, wenn wir Zeit messen?

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