Mythos romantischer Liebe

05/11/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Mythos romantischer Liebe blickt im Abendland auf eine beachtliche Geschichte zurück. sie reicht bis zum 12. Jahrhundert und seine mittelalterlichen Anfänge waren eine Art geistiger Freizeitbeschäftigung des Adels. Ehe war eine sozioökonomische Entscheidung zweier Familien. Erst mit dem Aufkommen der bürgerlichen Klasse wurde „Liebe“ zu der ideologischen und emotionalen Klebemasse, die einen Mann und eine Frau zu lebenslanger Monogamie zwangen. Sie half mit, kleine dauerhafte Familieneinheiten zu schaffen, die den Erfordernissen einer zunehmenden Zentralisierung entsprachen. In der Aristokratie war Zweisamkeit Kunst und Theater gewesen, in der bürgerlichen Industriegesellschaft wurde daraus ein Überlebensmechanismus für die Mittelklasse.

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