Es gibt keine Mathematik

12/11/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

.. es gibt nur Mathematiken. Was wir als Fortschritt der Mathematik betrachten, ist tatsächlich ein Vernichten der Vorgängermathematik. Die antike Mathematik ist die anschauliche Geometrie (!!) des Pythagoras. 

Damit war Schluss zu Beginn der Neuzeit mit Descartes. Ihm nachfolgend (in  der geometrischen Analysis und der projektiven Geometrie des 17. Jahrhunderts ) offenbarte sich etwas völlig Neues, eine durchgeistigte Ordnung einer u n e n d l i c h e n  Welt.

Und Mathematik bekommt eine neue Dimension, sie geht weit über das Beobachten und Zergliedern des antiken Ansatzes hinaus und wird  visionär. 

 Newton, Gauß und Riemann waren solch visionär schöpferische Naturen. Wie sagte der olle Weierstrass nicht gleich: „Ein Mathematiker, der nicht zugleich ein Stück von einem Poeten hat, wird niemals ein vollkommener Mathematiker sein“. Perelman lässt grüssen! 

  http://www.podcast.de/episode/728447/Der_wei%C3%9Fe_Rabe_-_auf_der_Suche_nach_Grigory_Perelman

Warum ich dies schreibe?

Nun mich interessiert infolge meiner Reise der Beitrag Indiens zur Mathematik. Was macht sie aus? War sie so auf das Messbare, auf die sinnlich freifbaren Dinge fixiert, wie die griechische Mathematik?

Die Inder können doch nicht annährend so auf Endlichkeit und Vergleichbarkeit bedacht gewesen sein, wie die Griechen, haben sie doch die  Null „erfunden“.  Nein, sagen wir lieber als erste gedacht!

Da bin ich auch am wesentlichen Punkt der westlichen Mathematik angekommen. Diese Energie der Entsinnlichung, die sie enthält mit ihren Begriffen des Unendlichen. Diese – das muss man sich  immer vor Augen halten – im Gegensatz zum Messbaren steht.

 Wie kamen die Inder auf die NULL? Gibt es eine Verwandtschaft zur Analysis des Unendlichen im indischen Denken? Und haben sie auch schon die Verwandlung des Diskontinuierlichen in ein Kontinuum vorgedacht?

Ich finde, gerade wir Westler machen uns keine Vorstellung davon, was alles an großen Gedanken fremder Kulturen wir haben untergehen lassen, weil wir aus u n s e r e m Denken und dessen Schranken heraus sie nicht assimilieren konnten und sie ignorant falsch, überflüssig und sinnlos empfanden.

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