Haridwar

25/11/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Aber zuerst kam die Zugfahrt im Schlafwagen. Der erste Schreck war der groesste, welch ein Loch! Dicht besetzt mit Kindern, Alten, Muttis, die echt aneinander gedraengt sassen, wo wir schlafen sollten. Dann aber war es gottseidank der falsche Zug. Der nachste war von der Ausstattung her nicht wesentlich besser, aber das Publikum war ok. Ein paar Traveller und noch zwei junge Armeeangehoerige mit denen sich Marcel auf anhieb verstand. Sie erzaehlten, dass sie von einern Ausbildung in Dehli -wohl im Rahmen der commonwealth games zurueck in ihren Heimatort fuhren. Gerade die junge Frau sagte dauernd, weil jeder annahm, dass sie Polizistin waere: no cops, we are no cops. Sie erzaehlte spaeter, dass es ihr groesster Wunsch waere zur Luftwaffe zu kommen. Ja, sie haette einen Freund, aber heiraten koenne sie ihn nicht, da haetten ihre Eltern schon ein Woertchen mitzureden.

Ich hoerte so zu und versuchte es mir so bequem zu machen wie moeglich. Der Schlafsack, auch wenn ich ihn mitbrachte um ihn hier in Indien zu lassen, ist super wichtig.

Erst am naechsten Morgen hatte ich Blicke fuer den Rest, die Menschen um uns herum, am Boden sitzend im Eingangsbereich. Es ist ein bisschen, wie der erste Blick auf dem Main Bazar: „Oh wie schrecklich! Mit der Zeit gewoehnt man sich daran.

In Haridwar kamen wir gegen 6:00 morgen an und wurden in einem Hotel mit einem Cafe bedacht, obwohl wir dort gar nicht uebernachten wollten, sondern am Abend noch weiter nach Rishikesh wollten.

Haridwar, die heilige Stadt, das Tor (dwar) Gottes (Hari) liegt am Ganges.

https://kirkes.wordpress.com/2010/11/25/kumbh-mela-in-harridwar/

Vielleicht schaffe ich es ja daran zu Baden, er fehlt mir noch in meiner Fluessesammlung. Aber sicher nicht hier sondern viel weiter flussaufwaerts, denn die Stadt ist auf den ersten Blick genauso dreckig wie die anderen indischen Staedte, die wir gesehen haben. An den Staenden werden Plastikkanister verkauft, um das heilige Wasser mit heimzunehmen.

Harridwar ist der Zugang zu den super heiligen Yatra-Pilgerstaetten, noch weiter im Norden. Vielleicht treibt es uns doch noch ein bisschen in den Norden..

Hier wird alle 12 Jahre das grosse Kumbh Mela gefeiert und Tausenden von badenden Pilgernim Fluss. Der Ort ist darauf ausgerichtet, wenn das Fest wieder herum ist, scheint es in seinen schlaefrigen Zustand zu verfallen, es bleiben halt noch jede Menge Tempel ueber und ein paar Sadhus am Fluss. Wir sassen an einem Badeghat und saher einer jungen Mutter zu, die ihre Soehne wusch. Der kleinste mit schoenem Koerperschmuck plaerrte wie jedes dreijaehrige europaische Kind halt auch, wenn es um Wasserkontakt geht.

Dann sahen wir einen schoenen Tempel yu dem eine Seilbahn hochfuehrte. Da wollten wir dann hin und schlossen uns einem grossen Pilgerstrom an, indem wir schon am Fuss des Berges Geschenke kauften (eine Kokosnuss, Blumen, bunte Baender und solche Dinge. Mansa Devi hiess der Tempel, offensichtlich war er sehr beliebt.

Oben wurden wir dann in den Kreis gezogen und bekamen den Segen eines heiligen Mannes, eine Tikka auf die Stirn und gaben unsere Geschenke ab. Erst spaeter erfuhren wir aus einem Buch, das ich oben kaufte, dass es sich um den Tempel einer Goettin mit 5 Gesichtern und 3 Armen handelt, die Wuensche erfuellt. Bloed gelaufen! Jetzt haben wir diese Pilgerfahrt gemacht, ohne uns was zu wuenschen.

Von Harridwar gings dann mit dem TukTuk nach Rischikesch wo wir jetzt wohnen und die naechsten Tage bleiben werden.

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