Wei Wei Krishna

29/11/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

heisst wohl soviel wie: mach mach, denn

so wurde einer der Jungs in der Kneipe angetrieben etwas schneller zu machen und endlich unsere Bestellung aufzunehmen. K r i s h n a ist hier ein beliebter Jungenname, aber auch unser Guesthouse in Delhi hiess so und einer der Taxifahrer sagte: „Krisha is my friend“. Ich dachte erst, er meinte den Inhaber und wunderte mich dann, dass er gar nicht wusste, wo das Guesthouse war. Aber klar, er meinte Lord Krishna, den Gott.

Ich habe mir auf die Reise eine kleine Reclam-Ausgabe der Bagavadgita mitgebracht, eines der meistgelesensten heiligen Buecher der Inder und schon ein bisschen darin gelesen. Es ist s e h r anders aufgebaut als die Bibel der Christen und der Koran. Es bedeutet so in etwa Gesang des Erhabenen (gita=Gesang, bagavid ist ein anderer Name fuer Krishna).

In dem „Lied“ schildert der Wagenlenker Sandschaya dem blinden Koenig Dhritaraschtra von einer Schlacht zwischen zwei Fuerstenfamilien. Arschuna, ein Spross einer der Familien bekommt Weisheitslehren von dem Gott Krishna in der Story, die in dem Buch erzaehlt wird.

Diese Lehren begeistern die Hindus noch heute. Dahinter steckt eine ganze Weltanschauung, der westlichen eher fremd, so eine Art Pantheismus.

http://www.pantheismus.de/

Na ja, die moderne westliche Wissenschaft ist mit ihrem „Alles ist mit allem verbunden“ so fern dem nicht.

Was es zu erreichen gilt in den Weisheitslehren, ist die aktive erregende Leidenschaft (radschas) und die betaeubende hemmende Dunkelheit (tamas) zu meiden. Fuer die Erloesung aus dem Strudel der Seelenwanderung (Wiedergeburt) werden zwei Wege empfohlen:

– Losloesung von der Welt, also eine Art Moenchtum

– pflichtgemaesses wunschloses Handeln in der Welt

Zwei eigenstaendige Systeme helfen dabei, Sankaya und Yoga, wobei Sankaya es eher auf den Kopf, den Geist abgesehen hat und Yoga die eher praktische Aneignung der Wahrheit im Wege andachtsvoller Versenkung ist.

Jeder der 18 Gesaenge der „Gita“, wie die Inder kurz ihr heiliges Buch nenne, begruendet eine eigene bestimmte Form des Yoga. Das bekommen wir ja auch im Westen mit, mit den vielen unterschiedlichen Schulen.

Ist also alles recht kompliziert. Indische Weisheit ist, glaube ich, nicht fuer lau zu haben :=)

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