Jaisalmer und Umgebung

09/12/2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Nachdem mich jetzt zwei Tage nach Marcel auch Delhi-Belly

http://medical-dictionary.thefreedictionary.com/Delhi+belly

ereilt hat und ich gestern Abend und heute morgen flach lag, will ich die erzwungene Untätigkeit dazu nutzen ein bisschen zu bloggen und ueber die Wuestenstadt hier zu berichten.

In ihrer goldenen Periode (15. bis 17. Jhd) führte die Seidenstrasse, der Gewürz und der Opiumhandel hier durch und machte die Stadt reich. Da gab es hier auch eine Glaubensgemeinschaft, die JAINS, die wunderschöne Hauser bauten, die noch heute zu besichtigen sind. Danach begann der Seehandel den Karawanen die Bedeutung zu nehmen und die Jains, die ja erfolgreiche Geschäftsleute waren, zogen nach Mubai, dem auch heute noch bedeutendsten Seehafen.

Die Stadt hier erlebte einen Niedergang und wurde erst in neuerer Zeit wieder bedeutend als Grenzstation zum Erzfeind Pakistan. Es befinden sich neben de Touris auch viele Militärs hier.

Dabei wurden die alten Techniken des Wasserauffangen -und sparen vergessen – schon der Maherajah hatte einen See als Wasserreservoir angelegt (siehe Bild), dem es auch jetzt noch gibt.

Die indische Regierung liebt Großprojekte, wie die chinesische auch. So pumpt sie aus einem unterirdischen See in 80 m Tiefe am Tag 4,5 Mill Liter Wasser in Stadt, mit katastrophalen Auswirkungen auf die alten Gebäude und das Klima.

Die ersten nachdenklichen, vor allem aus gehobenen Kasten, melden sich und pochen auf Rückbesinnung auf die alten Techniken des Wassersparens und des Aufforstens mit Sträucher und Bäumen.

„The monsoon is part of us, it brings water in just about 100 hours in the 8.765 hours years. Everything that can slow the journey of rain to he oceanes should be done!“

Und es gibt auch andere moderne Technologien wie z. B. die Windkraft. Aber hier investieren reiche Geschäftsleute aus der Stadt und die Landbevölkerung hat nichts davon.

Ueberhaupt haben sie Schwierigkeiten, alt und neu zusammen zu bekommen. Im Umkreis von Jaisalmer gibt es 750 Dörfer in der Wueste. Die Regierung schickt eine Gruppe von 15 Sozialarbeiter her, um die Doerfer zu foerdern. Aber grade hier ist das alte Kastenwesen noch sehr lebendig und auch die Benachteiligung von Frauen. Es kommen auf 821 Frauen 1000 Männer!! Diese Zahl und die Tatsache, dass z. B. die Geburt eines Jungen gefeiert wird und die eines Mädchens nicht und die Dominanz der jungen Maenner auf der Strasse machen das allzu deutlich. Dieser Maennerueberschuss kennzeichnet Indien sehr. Ueberall tauchen sie mit ihren Bikes auf und arbeiten z.B. als Schlepper, wollen Touristen zum Kaufen von was auch immer veranlassen.

Dafuer bekommen sie dann Kommission. Es herrscht ein ruinoeser Wettbewerb hier und richtig gluecklich wirken die Menschen nicht. Status ist alles! Die Ehen werden auch heute noch arrangiert. Alles scheint irgendwie in der Vergangenheit stecken geblieben und trotzdem in die Zukunft gebeamt.

zu unseren Plaenen:

Wir werden morgen noch in Jaisalmer verbringen, weil ich mir die Wuestentour noch nicht zutraue, danach aber 3 Tage eine Camel-Safarie machen – links ein Bild davon.

 

 

 

 

 

Anschliessend geht es dann nach Udaipure, ins Venedig Indiens

http://wikitravel.org/en/Udaipures

 

 

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