Pondicherry

30/01/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Nachtbus brachte uns nach Pondicherry. Endlich mal wieder eine kleinere Stadt mit weniger als einer Million Einwohnern. Sie sind einfach angenehmer! Da sie eine französiche Kolonialzeit hinter sich hat, ist sie noch etwas französisch geprägt.

Wir sind wir sehr früh noch vor 6 Uhr hier angekommen. Es war wieder etwas mühsam. Morgens bin ich einfach nicht wach (so ohne Kaffee) und auch nicht in Stimmung eine Unterkunft zu suchen.

Marcel, der ja feilschen so liebt, legte sich mit den Riksha-Fahrern an, die natürlich zuviel verlangten und diese machten auf der Strasse eine „Gewerkschaftsversammlung“, um sich nicht unterbieten zu lassen. Sie ließen sich nicht erweichen. Irgendwann war es dann doch soweit, dass wir in ein kleines Dorf nördlich von Pondicherry (in der Nähe von Auroville) fahren konnten, um dort unser Gepäck unterzustellen und uns etwas die Gegend anzusehen. Der Auroville-Strand ist nicht so schön, wie die Strände an der Ostküste. Ueber Kontakte aus dem Auroville-Umfeld fanden wir dann eine kleine Wohnung bei einer Französin namen Cathrine, die hier in Indien ein Haus gebaut hat und eine Ferienwohnung vermietet. Hier wohnen wir jetzt und können endlich mal auf den schönen Märkten selber einkaufen und uns daraus etwas zubereiten. Nach endlosen Marsala-Gerichten und Kantinenathmosphäre in den Pure-Vegetable-Restaurants freue ich mich sehr darüber.

Catherines Erfahrungen mit dem „Hausbau in Indien“ sind recht spannend und wären einen eigenen Blogeintrag wert. Vielleicht hole ich das später mal nach.

Ponticherry, die kleine franzoesische Stadt wurde 2006 in Puducherry umbenannt. (Pondicherry ist die Verballhornung des ursprünglich Tamilischen Begriffs Puducherri, was soviel wie neue Ansiedelung bedeutet).

Es ist eine etwas seltsame Stadt. Ein Abwasserkanal trennt den französischen und den indischen Part und Auroville scheint allgegenwärtig zu sein. Trotzdem scheint der indische Part der Stadt und besonders die Dörfer aussen herum nicht weiter entwickelt zu sein, als andere Landesteile. Es ist laut und dreckig und es ist auch noch viel Armut zu sehen. Was haben die westlichen „Gutmenschen“ von Auroville hier eigentlich wirklich erreicht? Das muss ich mir noch genauer ansehen.

Ansonsten haben wir wieder Mopferle (=Scooter) gemietet, die hier noch billiger sind als in Goa und schauen uns die Gegend an. Hätt ich ja vor einiger Zeit noch nicht gedacht, dass ich mich so einfach als normaler Verkehrsteilnehmer auf die indischen Strassen traue, aber hier im ländlichen Umfeld gehts ganz gut. Die Fahrt mitten durch Ponticherry ist da schon spannender und fordert uns. Man muss aufpassen wie ein Luchs! Wer braucht schon Ampeln oder Verkehrszeichen:

http://www.youtube.com/watch?v=h5_akg167CQ&feature=related

Bis Donnerstag werden wir auf jeden Fall bei Cathrine bleiben und es uns erstmals gut gehen lassen.

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