Auroville

01/02/2011 § Ein Kommentar

hat edle Ziele:

„Auroville wants to be a universal town where men and women of all countries are able to live in peace and progressive harmony above all creeds, all politics and all nationalities. The purpose of Auroville is to realise human unity.“

Wir waren heute morgen um 9:00 im Matramantir meditieren und haben uns doch etwas gewundert wie ueberverwaltet da alles abläuft. Man braucht eine Erlaubnis um auf das Gelände zu dürfen, erst zwei Tage später durften wir jetzt fuer eine halbe Stunde in die Kugel zum Meditieren. Alles unter Aufsicht, alles nur fuer eine halbe Stunde, alles etwas schräg!

Aber Auroville so einfach abzutun geht dann doch nicht. Die Zukunftsstadt, die 1968 zur besten Flower Power Zeit gegegruendet wurde und diesen 68iger-Geist wohl immer noch in sich traegt wirkt irgendwie nicht von dieser Welt. Alles macht bisschen so den Eindruck, wie sich die Besatzung von Raumschiff Orion die Zukunft vorstellte.

Innen ist es dann wieder anders. Die Kugel selber ist sehr klar, wenn auch etwas zu statisch gestaltet, alles ist in weiss gehalten, Licht fällt von oben auf eine Kristallkugel und bewegt ueber die Schatten den Raum etwas. Bedeutungsschwer ist auch die Namensgebung, die hier zu erlaeutern allerdings zu weit fuehren wuerde. Die Eingänge sind nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und in 12 Segmente aufgeteilt. Es herrscht absolutes Schweigegebot!

Als wir nach der Mediation zurück zu unseren Scootern liefen, kamen wir durch die Gebiete, die Auroville aufgeforstet hat. Hier muss man der Community von 5000 Leuten aus 29 Laendern einfach Respekt zollen. Gerade das Euroville Earth Institute (www.earth-institute.com) hat Grosses geleistet und dieses vorher unfruchtbare Land zu einer grünen Enklave gemacht.

Von den Idealen allerdings, die die Gruendungsmutter (eine Französin

namens Mirra Alfassa (Paris 21.2.1878 – Pondicherry 17.11.73), die zusammen mit dem Inder Sri Aurobindo Auroville gruendete) wohl getragen haben und die sie so formulierte:

 

At Auroville

all is collective property

to be used all for the welfare of all

scheint nicht viel geblieben zu sein. Kaum war die integrierende Mutterfigur tot, mussten sich sogar indische Gerichte in die Streitigkeiten der Community einmischen und auch heute scheint es eher ein esoterisches Unternehmen mit vielen internen Schwierigkeiten als eine Zukunftswerkstadt zu sein.

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§ Eine Antwort auf Auroville

  • Walter B sagt:

    Hallo Kirkes

    Habe auch eine – allerdings etwas längere – Zeit in Auroville verbracht. Deine Eindrücke kann ich in etwa bestätigen. Allerdings, wenn man die einzelnen Menschen näher kennenlernt, so entdeckt man doch recht viele aufrichtig Suchende. Und das Ganze ist immer noch ein Experiment – trotz der Institutionalisierung.

    Bei Interesse, anbei der Link zum Tagebuch meiner Zeit in Auroville: http://walbei.wordpress.com/tagebuch-indien-2009/

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