Chisenau

29/09/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

http://de.wikipedia.org/wiki/Chi%C8%99in%C4%83u

Seltsam dieses Moldawien. Wir fuhren ca 6 Stunden mit dem Bus von Odessa aus durch eine ländliche Gegend, die nicht wirklich arm wirkte, eher so wie bei uns vor 50 Jahren. Die Stadt selber hatte aus der Ferne eine imposantere Skyline als Odessa und ist wohl auch grösser. Ein dominanter Taxifahrer brachte uns zum Hotel. Irgendwo findet sich immer jemand der Englisch spricht, wie in Asien wird der von Einheimischen schon herbei geschafft.

In unserem Hostel (www.chisinau.com) begrüsste uns ein zwanzigjähriger David. Das Zimmer im übliche Backpackersstil (wir zahlen pro Person 10 Euro pro Übernachtung) ist ok. Es ist recht kalt geworden. Langärmelig ist nach den sonnigen Tagen in der Ukraine jetzt angesagt.

Dann haben wir uns aufgemacht und im Armee-Museum eine recht gute Mamaliga (siehe Bild) gegessen. Ein typisches Gericht nicht nur in Moldawien sondern in der ganzen Gegend.

Die Stadt selber war dann nicht wirklich aufregend. Halt wieder so eine eher kleine Stadt mit Regierungsgebäuden und Botschaften, aber ohne rechtes Zentrum. Die Kathedrale war ganz nett, recht kostbar angerichtet, wie orthodoxe Kirchen halt so sind. Aber mich nerven mittlerweile die patriarchalischen Regeln, die sie einem dauernd überbraten: da ein Kopftuch, dort eine Klamotte. Ist nicht mein Ding.

Auf dem Rückweg kauften wir im Supermarkt (die sich nicht viel von unseren unterscheiden, aber eine grosse Auswahl an Fischgerichten hatten) fürs Abendessen ein. Wie in solchen Hostel halt üblich, war eine bunte Mischung von Reisenden da, die in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch von ihren Erlebnissen berichteten. Ein Georgier, der sehr gut deutsch sprach und ein Reise-Weg-Portal für seine Heimat aufbaut, ein junger deutscher Maschinenbaustudent, der am nächsten Tag unbedingt nach Transnistrien wollte um billigen Schnaps einzukaufen und ein Belgier mittleren Alters , der sich ein Auto (!!!) mietete um ebenfalls am nächsten Tag das Abenteuer Transnistrien auf sich zu nehmen. Leider hatten wir, bei unserer Reisegeschwindigkeit, für solche Eskapaden leider keine Zeit. Wirklich schade!

Eines muss ich noch erwähnen. Es ist ungeschickt, früh loszufahren, denn vor halb 7 gibt es keinen Strom (ob im ganzen Ort weiss ich nicht, jedenfalls nicht im Hostel). Es ist etwas anstrengend den Rucksack im Dunkel zu packen, gerade dann, wenn die Taschenlampenbatterie dann auch noch ausfällt und man nicht mal vorher einen Kaffee hatte 🙂

Advertisements

Tagged:,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Chisenau auf Kirke's Blog.

Meta