Bukarest

11/06/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Diese Stadt erinnert an Berlin. Die Außenbezirke wirken arm und heruntergekommen. Sie ist sehr ländlich geprägt, 60% der Häuser sind Einfamilienhäuser und schale Wohnblocks.

In derInnenstadt entfaltet sie dann Pracht. Die alten Gebäude aus der Jahrhundertwende, als Bukarest Paris nacheiferte, sind sehr schön renoviert und der Größenwahn Ceausescus wird gut in Szene gesetzt.

Der Arcul de Triumf, das Wahrzeichen Bukarests, ist recht charakteristisch für die Stadt, die nach Provisorium in vieler Hinsicht riecht. Wurde er doch kurz nach dem Ersten Weltkrieg errichtet, nachdem man zunächst mit einem provisorisches Monument begonnen hatte. Dieses wurde dann 1922 durch ein größeres, aber immer noch vorübergehendes aus Holz und Stuck ersetzt – woraufhin der berühmte rumänische Musiker und Komponist George Enescu einen spöttischen Brief an den Bürgermeister mit der Frage schrieb, wann denn die Hauptstadt einmal einen echten Triumphbogen erhalten werde.

Besagter „dauerhafter“ Triumphbogen wurde dann 1935 bis 1936 von Petre Antonescu zu einem riesigen Bauwerk nach klassisch-römischer Art vollendet und zum Nationalfeiertag am 1. Dezember 1936 eingeweiht – ein Beispiel dafür, dass jahrzehntelange bombastische Provisorien in Bukarest durchaus Tradition haben.

So ähnlich ging es uns auch mit der Bienale. Angekündigt wurde sie in großem Stil in vielen Kunstzeitschriften, zu finden war sie aber nicht oder nur mit viel Mühe und zum Teil.

http://www.bucharestbiennale.org/

Dabei war das Thema: „Crisis, shall we take over?“ sehr vielversprechend.

Nach mehrstündigem Suchen nach dem Pavillion gaben wir dann auf und sahen uns nur die zweite Adresse an. Schade für die internationalen Künstler und die Kuratorin, dass dies von der Stadt Bukarest so wenig promotet wird.

Allerdings macht sie einiges auch gut, die Stadtverwaltung. Der öffentliche Verkehr ist super organisiert. Wir fanden uns mit dem Bussystem und der U-Bahn bald zurecht und fuhren auch einige Male schwarz. Das Strafgeld von 30 lei (etwa 7 ist Euro) ist immer noch günstiger als ne Taxifahrt. Es gibt eine Expresslinie zum Flughafen (783/780), die wir oft nuzten, da unser Hostel

Vila Gabriela
Str.Margaritarului 18, Vila A 104, Otopeni, Judet Ilfov, Bukarest, Rumänien .
http://www.vilagabriela.com/english.html
etwas auserhalb lag. Das war ein bisschen ungünstig von der Lage her. Das Hostel selber war ganz ok.

Uns hat Bukarest gut gefallen. Es läßt sich l e b e n in der Stadt. Sie haben viele Kulturangebote, auch kostenlose Konzerte. Man kann shoppen oder einfach nur in Cafés und schicken Lokalen herumsitzen. Für Glamour haben sie etwas übrig, die Bukarester, na ja, zumindest diejenigen, die das nötige Kleingeld dazu haben.

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