Subjekt

06/07/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Man kann ja nicht nach Asien reisen ohne sich dieser Frage zu stellen:

Was ist denn das SUBJEKT, das die Europäer so hoch halten? So einfach ist diese Frage gar nicht zu beantworten, selbst unsere großen Geister tun sich da schwer – und Kant (unser deutscher Vorzeigephilosoph) erkennt den Wahnsinn und die Irrationalität im Kern der Subjektivität an.

Für Fichte, Marx und Satre ist die Vergangenheit nichts anders als ein entfremdetes Totenreich. Sich anfangen, also SUBJEKT sein, bedeutet für sie, sich von der Vormacht des Gewesenen abstoßen.

Für Papst Benedikt ist es dagegen ein getragen werden im STROM DER ÜBERLIEFERUNG.

Heidegger`s Auslegung macht etwas anderes. Er WECKT (ähnlich Marcel Proust) die Vergangenheit. Sie wird für ihn zu einem Schoß, aus dem wir noch einmal hervor zu gehen vermögen. In seinen Augen sind wir als Kinder der Neuzeit nichts als Agenten einer muttermörderischen SUBJEKTIVITÄT.

BILDUNG ist Abtrennung.

Alle Formen der Initiativität durch die modernen SUBJEKTE sind ABLÖSEN und für ihn damit reinste Verfallenheit und Vergessenheit.

Nach Heidegger besteht das Wesen von Subjektivität in der Errichtung einer „Beherrschungsmaschine“, der objektivierenden Vergewaltigung der „Dinge“ .

Es ist schon seltsam, wenn man den Gedanken Heideggers weiter denken, dann ist diese angelernte Subjektivität gar keine, dann ist es eher eine SEINSVERGESSENHEIT. Um wirklich zum Subjekt zu werden braucht man das SELBST , braucht man das Eingebettetsein, braucht man einen schon vorhandenen Anfang.

Dies macht in bemerkenswerter Weise der Philosoph Michael Hampe (http://ipe-zürich.ch/pub/TiefenokologieundPanpsychismus2012.php)

http://www.wdr5.de/nachhoeren/das-philosophische-radio.html

indem er aufzeigt, dass diese „Subjektivität“ (die er bei Sokrates beginnen läßt) und für ihn eine Abkehr von der Natur ist, also eine Spaltung, die Natur und Geist als zwei Dinge versteht als URSACHE der gegenwärtigen Misere begreift.

Es gibt einen dunklen Kern, einen lleeren Punkt der Selbstbezüglichkeit, von hier aus gilt es zu denken!

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