Wissenschaft und Lebenswelten

06/07/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenswelt

Den Begriff „Lebenswelt“ darf man ja gar nicht verwenden, ohne zumindest Husserl zu erwähnen.

Er strukturierte die Kritik an der Wissenschaft – und doch ist das Thema mehr als 80 Jahre nach seinem Tod so aktuell wie selten zuvor.

Es gibt eine Wahrheit der Lebenswelt zu der die Wissenschaft, so erfolgreich sie auch sein mag, keinen ZUGANG hat. Warum ist das eigentlich so?

Jede Wissenschaft basiert auf Strukturierung des Wissens, auf Mustererkennung und diese wiederum auf Mathematik. Mathematik ist aber bei den breitesten Teilen der Bevölkerung ein totaler Flop.Das ist einer der Gründe für das Auseinanderklaffen, aber es gibt noch weitere:

Ich halte es bei allem Respekt vor der Wissenschaft und ihren Methoden für illusorisch in der Sphäre des Lebendigen etwas für WAHR zu halten, was Methode ist. Und es ist in meinen Augen gefährlich, das Leben ausschließlich solchen „Beobachtungen“ zu unterwerfen.

Die Wissenschaft suchte und sucht nach Wahrheit und baut mit ihrer Tochter, der Technik, eine neue Welt, in der sie die Abhängigkeit der Menschenvon der Natur durch eine Abhängigkeit von der Gesellschaft/ der Technik ersetzt. Das hat durchaus ein bequemeres Leben gebracht. Jetzt aber werden die Nachteile und Konsequenzen sichtbar.

Die Einordnung in die technische Zeit, in die Monotonie der Arbeitsgesellschaft hat uns auch viel genommen. Sie half dem Westen, dem alten Europa nach dem 15. Jhd zum Aufstieg, zur Weltbemächtigung und in der Folge zum Wohlstand, hat aber auch viel Unglück gebracht und das nicht nur den eroberten Völkern.

Wir haben uns entfremdet vom Rhythmus der Natur. Die Uhr ist das Musikinstrument der Arbeitsgesellschaft und der Terminkalender ihr Notenblatt. Und die Menschen zahlen genau wie die Nutztiere in der Massenhaltung ihren Preis dafür, dass ihnen das Essen hingestellt wird.

Respektlosigkeit und Konsum sind eben zwei Seiten einer Medaille.

Was ist da passiert, was haben wir im Westen gemacht? Nun, ich denke, es ist recht einfach:

Dinge, die unwirklich sind (oder virtuell wie das jetzt in der Computerzeit heißt), haben keine bestimmte Dimension und keine bestimmte Zeitdauer.“ Ich komme morgen“ sagt der Indio und kommt 5 Monate später. Er hat nicht gelogen, denn er hat seine Gedanken auf das Unwirkliche gerichtet und WIE konnte man etwas definieren und festlegen, was unwirklich ist?

GENAU das aber haben wir im Westen geschafft. Wir haben das Unwirkliche strukturiert, indem wir die symbolische Mathematik entwickelten und recht parallel dazu den primitiven Zeitrhythmus der Uhr, welcher Basis jeder Synchronisation wurde und dann noch das Schuldensystem, das immer in die Fortsetzung zwingt. .

Bei diesen drei Basisvektoren müssen wir ansetzen, wenn wir wirklich Änderungen wollen!

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