George Spencer-Brown

30/07/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Etwas aus dem Nebel holen – zur FORM bringen

Das konnte das geschwätzige Tier, das der Mensch ist, immer gut. Die Sprache ist das charakteristische Merkmal dieses „Gewächses“. Aber es ist ein Baum, der sich Illusionen macht, denn im Reden wächst man nicht über sich hinaus, man kennzeichnet nur.

Hier fällt mir immer der Mathematiker George Spencer-Brown ein. Sein Kalkül geht von der Grundgegebenheit der Wahrnehmung als auch jedes gedankelichen Vorgangs aus.

Läßt man sich ein auf sein Kalkül, so wird man einer Mathemaitk gewahr, die mit ihren Operationen nahezu voraussetzungsfrei mittels Teilung bzw Trennung ein Universum schafft. Man begreift, warum das Universum „just so“ und nicht anders e r s c h e i n t und warum alle Repräsentationen des Lebens (Mythen, Geschichten, Fabeln, Bilder) nur sich selbst erzählen. Und man denkt über Formzusammenhänge nach:

Denn wenn man etwas tiefer geht, dann sieht man, dass zwischen den Differentialgleichungen und dem dynastischen Staatsprinzip Ludwig XV, zwischen der antiken Staatsform der Polis und der euklidischen Geometrie, zwischen der Raumperspektive der abendländischen Ölmalerei und der Überwindung des Raumes durch Bahnen, Fernsprecher und Fernwaffen ( und natürlich und dem Internet), zwischen kontrapunktischen Instrumentalmusik um dem wirtschaftlichen Kreditsystem ein Formzusammenhang besteht.

Und diese nicht unabhängig von der SUBJEKT-Erzählung des Westens ist. Dieser Begriff (der immer im Verstand gipfelte und sich immer g e g e n die Natur stellt) wurde erstmals nur dem weißen Mann zuerkannt, um ihn dann so peu à peu auch Schwarzen und Frauen zuzugestehen. Bei Tieren machten sie HALT.

Warum eigentlich? Ist nicht genau diese Trennung (die zwischen Kultur und Natur) die Ursache des Dilemmas, in dem wir stecken? Was veranlaßt uns dazu Tiere wie Dinge zu betrachten und sie als Ressource zu behandeln?

Sind wir nicht Teil der Natur, wie sie Anteil haben am Geist, an der Subjektivierung des Lebens?

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