Dilthey und das Subjekt

09/08/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

http://de.wikipedia.org/wiki/Dilthey

Dilthey ist interessant, wenn man über das Subjekt nachdenkt, denn er stellt den Menschen nicht in den Naturzusammenhang (wie es die Physiker so gerne tun) und was Sheldon in „the big bang theorie“ so herrlich versinnbildlicht und veralbert.

Dilthey bindet ihn in den Geschichts- und Kulturzusammenhang ein. Bei ihm ist die Vernunft keine überzeitliche und unveränderliche Größe eines individuellen Subjekts, sondern hat ihre Ausprägung im Verlauf der Geschichte erfahren und wird dadurch konstatiert. Dilthey ist weit weniger abstrakt als Hegel, er führt den geschichtlichen Prozess nicht zu einem metaphysischen System des absoluten Wissens zusammen, sondern er zeigt, wie sich eine Weltanschauung erst durch die vielen kleinen Gewissheiten des Lebens selbst ausprägt.

Dilthey entwickelt dabei einen Begriff des Bewußtseins als zentraler Instanz des Erlebens. Wobei zu beachten ist, dass für ihn das Bewußtsein k e i n Behälter oder soetwas ist. Nein, er geht hier viel weiter. Erst das substantivierte „Bewusstsein“, also das ICH oder das SELBST, werden von ihm als „Ding“ aufgefaßt. Genau mit diesem Vorgehen nimmt er Abschied von einer Philosophie, die vom theoreotischen Verstand ihren Ausgang nimmt. Ist ja schon mal ganz sympathisch.

Für Dilthey gibt es k e i n rein erkennendes Subjekt, da der Mensch immer in seine Erfahrungswelt eingebunden ist und daraus nicht lösbar ist.

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