das ausgeuferte Egalitätsprinzip und Hannah Arendt

03/04/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Hannah Arendt führt in ihrem Werk wissenschaftlich fundiert aus, wie das IDENTISCHE, die E i n m ü t i g k e i t aller im Politischen (wie sie z. B. im linken Gedankengut aus der theoretischen Reflexion erzeugbar sein soll) die totale Herrschaft gerade initiert, i n d e m sie den Unterschied zwischen Herrschern und Beherrschten abschafft!
Für sie ist das ausgeuferte Egalitätsprinzip der Moderne, d. h die immerwährende Suche nach dem Identischen,
die Ursache für den totalitären Staat und somit auch verantwortlich für die misslungenen politischen Experimente im 20igsten Jahrhunderts
sowohl links als auch rechts ..

So sagte Hitler z. B. vor seinen Kohorten: „Alles, was ihr seid, verdankt ihr mir, alles, was ich bin, verdanke ich euch“.
das ist ein w a h r l i c h gefährliches Komplott!
Das gefährliche ist n i c h t die Machtausübung (oder der Wille zur Macht) eines Individuums, das den Untertanen seinen tyrannischen Willen aufzwingen will,
So einfach ist die Sache nicht!!!!!!!!!!
Das wirklich Gefährliche ist, dass der totale Führer n i c h t s anderes ist, als der Exponent der von ihm geführten Massen

Hannah Arendt ist der Meinung, dass überall da wo die grundlegende Idee dahin geht, die V i e l f a l t, die Meinungsvielfalt zugunsten einer Einheitsmeinung abzuschaffen, dass es an dieser Stelle gefährlich wird!
Denn was ist die „Masse“ anders als Vereinheitlichung?Ist es nicht der kleinste gemeinsame Nenner aller?

Arendt tritt dafür ein, Institutionen zu schaffen, die ein Gerüst geben für die Aufnahme unterschiedlichster Meinungen.
Sie geht somit nicht von einer bestehenden Wahrheit, sondern von einer immerwährenden W a h r h e i t s s u c h e aus
(und lässt damit Raum für E m e r g e n z , für die Entsteheung von Neuem)
Und genau da trifft sie sich mit Nietzsche, der ja auch den Kreativen, die Künstler losschickt oder besser gesagt denjenigen, der in Weiterentwicklung begriffen ist.

Nichts ist fertig!!!
Wir müssen Rahmenbedingungen für Entwicklung schaffen
Keine Nester in denen sich die Trägen geruhsam zurückziehen
und sich zu einem Einheitsbrei verkneten lassen
und die Maßstäbe immer weiter herunterschrauben

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