Baby Cambridge

24/07/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

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Baby Cambridge, ich bin verblüfft. 1996 war „die Firma“, die sich aus dem Feudalismus in die Postmoderne gerettet hat, schwer angeschlagen. Geschafft hatte es eine junge Frau, die unter den gegebenen Umständen nicht leben konnte und geschickt -mit grosser emotionaler Intelligenz – kaempfte, so dass dieses Relikt aus der Zeit vor der Aufklaerung nicht einfach so weitermachen konnte.

Ich staune, wie dieses altehrwürdige Teil sich so schnell wieder zukunftstauglich machen konnte und wie wenig tatsächlich geändert wurde. Es geht natürlich nicht um den kleinen George und seine Mama. Sie sind Symbole eines Systems, das die heutigen Massen begeistern. Diana ist zerscheppert, obwohl sie sehr geschickt mit Massen zu spielen vermochte, aber halt auf moderne Art im Spiel mit den Medien. Das war ja das Interessante an dem auf grossen Bühnen aufgeführten Stück. Letztlich ist die Koenigin der Herzen zerscheppert und -das ist Englands grosse Stärke- das Alte hat sich das Neue einverleibt und macht weiter wie bisher.

Hilary Mantel, die erfolgreiche Autorin, hat sie mal als “königliche Vagina” bezeichnet, die Mama. Artikel Aber genau das wollen die Massen doch, sie sind dem Feudalismus noch nicht wirklich entwachsen oder besser, die Traumfabrik befriedigt auf neurotische Art Bedürfnisse, welche die Systeme der Aufklärung nicht beachten, gar verachten.
Das ist fuer beide Seiten nicht gut, auch fuer die neue Mama nicht, denn jetzt hat diese Schaufensterpuppe ihren eigentlichen Zweck schon erfuellt. Blöderweise beginnt aber ihr Leben erst und das ist ja das Verheerende in einem solchen Fall, dass eigentlich nichts mehr nachkommt, der Mensch aber Herausforderungen braucht. Wie bei alternden Stars, muss sie das immergleiche Lied singen. So wie Charles immer der potentielle Koenig ist, und es moeglicherweise nie wird, so ist sie jetzt schon King-Mum und wird es immer bleiben.

Hilary Mantel, die Literaturpreistraegerin schreibt, “Es scheint, als ob Kate für die Rolle der Prinzessin ausgewählt wurde, weil sie untadelig ist. Sie ist so schrecklich dünn, wie man es sich nur wünschen kann, es gibt kein Mucken, keine Merkwürdigkeiten – es besteht nicht die Gefahr, dass ihr Charakter sichtbar wird”. So sah es im Anfang auch bei Lady Diana aus, die in den letzten Jahren vor ihrem Tod allerdings häufig Emotionen gezeigt habe und ja auch ausgebrochen ist. Soetwas will man nicht wieder.

Das Verblüffende ist weiter, dass man diese Institution Ehe nicht besser beschreiben könnte, als wenn man dieses Trara um Baby Cambridge anschaut. Genau d a f u e r wurde sie von den Eliten der Feudalzeit erfunden. Es ist nichts Christliches oder so, Jesus wandte sich eher gegen Familie. Es geht auch nicht um Psychologie oder Biologie, sondern um die Interessen einer Machtelite, die dieses Ordnungsmuster in der Beziehung zwischen Mann und Frau erfunden haben. (siehe Ehe der linken Hand)

Bemerkenswert ist auch wie die Masse darauf abfahren und dass sie d i e s e s Ereignis mehr bewegt, als die NSA-Affaire. Wünschen sie sich die Feudalzeit zurück, wo ein Pappi oder eine Mami alles regelte? Seltsam, es wirkt so.

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