China’s verpestete Luft und vergiftete Böden

24/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

China fürchtet Unzufriedenheit der Bevölkerung. Das war in seiner jahrtausende langen Geschichte schon immer so. Sie suchen nachdrücklich nach Lösungen, manchmal auch fern jeglicher Ideologie. Nach dem Finanzmarkt:

https://kirkes.wordpress.com/2013/06/29/unruhen-in-china-2/
ist jetzt der Rohstoffmarkt dran:

Mit billigen Rohstoffen hat China jahrzehntelang seine Industrie angeheizt und so einen beispiellosen Boom ermöglicht. Die Kehrseite sind verpestete Luft und vergiftete Böden. Nach neuen Plänen soll deshalb dem Markt eine stärkere Rolle bei der Preisfindung von Rohstoffen zukommen, so dass zugleich die Verschmutzung gedämpft wird.

Dies ist Teil des großen Reformpakets, das die Führung der Kommunistischen Partei bei ihrem Treffen in der vergangenen Woche beschlossen hat.

Die Umweltprobleme gefährden die wirtschaftliche Entwicklung und die gesellschaftliche Stabilität des Landes. Nun ist offenbar den Zeitpunkt gekommen, einen Kernpfeiler der Strategie des Wachstums um jeden Preis anzugehen: die Subventionierung und Verschwendung von Rohstoffen, die maßgeblich zur Zerstörung der Umwelt beitragen.

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Eine Folge wird sein, dass die Ressourcenpreise steigen, vom Erdgas bis zum Wasser. Höhere Steuern und andere Maßnahmen sind nötig, um die Industrie von der Kohle wegzubringen, die so reichlich in China vorhanden ist, dass sie für den wesentlichen Teil des Energieverbrauchs in China steht.

Die Stärkung der Märkte, um die Ressourcenverschwendung einzudämmen, stellt einen Wandel dar. Bisher setzte Peking auf eine strenge Kontrolle der Rohstoffpreise, um die Energiekosten für die Verbraucher gering zu halten und die Inflation zu bremsen. Denn nur wenige Dinge fürchtet die Partei so sehr wie Unmut in der Bevölkerung.

Die Pläne der Partei sehen auch erhöhte Steuersätze auf Ressourcen vor. Beobachter erwarten, dass China Kohle künftig nicht mehr nach Volumen besteuert, sondern nach ihrem Wert. Damit werden die Einnahmen des Staates steigen, was dazu genutzt werden wird, sauberere Energien zu fördern.

Eine echte Begrenzung des Kohleverbrauchs in China ist wohl nicht zu erwarten. Kohle ist für die Volksrepublik nach wie vor die wichtigste Energiequelle.

Die Entwicklung der Atomkraft ist seit der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima nicht mehr weiter ausgebaut worden und erneuerbare Energien wie Windkraft kommen ebenso wie in Deutschland unter anderem wegen Problemen mit der Netzanbindung nicht so recht vom Fleck.

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