90% der Journalisten sind überflüssig

01/04/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

.

c294d065bce1ad2be4f47cd67e6bc13b_normal.jpeg egghat (@egghat)
01.04.14 10:56
Eine Zahl für alle, die mir nicht glauben wollen, dass 90% der Journalisten überflüssig sind: Gestern waren 150 Journalisten im Hoeneß-Knast

——
Mit dem Siegeszug von iTunes verschwanden die CD-Regale. Dank Amazon folgten die Bücher und später dann der Zeitungskiosk. Eine Branche wurde aufgemischt.

Nun sind also die Journalisten dran. Ihre Branche wird runderneuert!. Das ist nicht ohne, denn anders als bei den CD-Regalen steht hier etwas mehr auf dem Spiel. Zugleich muß man sich natürlich auch der Frage stellen, ob die Branche ihrer Aufgabe 4. Kraft im Staat zu sein in der Vergangenheit zufriedenstellend nachgekommen ist.

Der Meinung bin ich nicht! Das Internet öffnet uns Lesern eher die Augen, wie dürftig doch vieles von dem ist was so als Qualitätsjournalismus verklärt wird: Verlautbarungs-, Copy-and-Paste-Journalismus, umgeschriebenes PR-Material, als Information getarnte Mutmaßungen eines Redakteurs ohne jeden Quellenbeleg und natürlich vollmundige Berichte über den Steuerhinterzieher Höneß. Was hat die Besichtigung des Hoeneß-Knast mit 4. Kraft im Staat zu tun? NICHTS, aber auch gar nichts!

Das Netz schafft halt neue Vergleichsmöglichkeiten, versetzt uns als Leser in die Lage, Nachrichtenauswahl und Weltsicht “ der Profis“ zu hinterfragen. Des Kaisers neue Kleider sind für uns als solche erkennbar geworden. GUT SO! Und wie die Zelle von Höneß aussieht kann mirvgestohlen bleiben!

Und ja ich frage natürlich weiter:
Brauche ich d i e s e Zeitungen überhaupt noch? Sind sie relevant?
Wenn ich auf den Guardian schaue, sage ich uneingeschränkt „ja“.

Ich will auch lesen, was Gutjahr, Greenwald oder Egghat speziell schreiben. Mich interessiert durchaus was Schirmacher zu sagen hat und auch Cornelia Kurz oder Frank Rieger.

Aber daneben besteht die Welt der Kommunikation heute aus einem Archipel meist profitorientierter Berufsgruppen, die die Absicht gute Geschäfte zu machen. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Und vieles ist Abhängigkeitsjournalismus und zudem ausserhalb jeglicher demokratischer Kontrolle. Das stört mich!

Welche Zeitung schreibt z. b. über Luxemburg? Dieses Land lockt Unternehmen wie Amazon oder Apple mit einer niedrigen Mehrwertsteuer an und wer heute bei iTunes oder bei Amazon einkauft, kauft eigentlich in Luxemburg ein! So verabschieden sich ganze BRANCHEN aus dem Solidarprinzip. Wer tut was dagegen? NIEMAND! Vor diesen Dimensionen ist die Hoeneß-Geschichte geradezu lächerlich, aber sie ist halt sooooo schön emotional aufgeladen und das können die Medien gut verkaufen. DARUM geht es, um ihren Profit!

Ich finde die Krise sollte genutzt werden zu hinterfragen, was Qualität im Journalismus überhaupt bedeutet, denn d i e s e ist uns deutlich abhanden gekommen.

Advertisements

Tagged:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan 90% der Journalisten sind überflüssig auf Kirke's Blog.

Meta