Ab jetzt bin ich g e g e n die EU!

17/03/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

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06.03.14 18:09
EU verhängt Sanktionen gegen Russland, nennt geplantes Krim-Referendum „illegal“. wsj.de

Ich mag es nicht, wenn mit zweierlei Maß gemessen wird und wenn es unterschiedliche Demokratie-Lesarten, Demokratie-Anwendungsfälle oder- Nuancen gibt.

Fest steht im Moment: Die gelebte Demokratie, die am vergangenen Sonntag in der Ukraine eindrucksvoll vorgeführt wurde, hat vor den Wächteraugen der westlichen Demokratien keinen Bestand. Das eindeutige Referendum auf der Krim wird gar als völkerrechtswidrig gegeißelt.

Und die Medien schreien im Chor. Die Plaudertasche Marina Weisband wird in den Presseclub eingeladen. Ich kann es nicht glauben!

Die innere Instabilität der Ukraine hat Putin und hat Russland nicht erzeugt. Es handelt sich vielmehr um eine historische Konsequenz aus der achtlosen Zusammenfügung der Ukraine von außen. Putin mag sich dieser Instabilität bedient haben. Und er tut dies sicher aktuell, um alles Russische zusammen zu fügen, was nach seiner Auffassung zusammengehört, aber das war es und ist es auch schon.

Das Referendum auf der Krim hat Putin nach allgemeiner Einschätzung nicht manipuliert.

Man muss nicht für die Aufnahme der Krim in der russischen Föderation sein, man muss aber auch nicht dagegen sein.

Eine Auslegung des Völkerrechtes aber nach Gusto und nach gewünschtem Ergebnis kann ich nicht ertragen! Das ist unserer nicht würdig.

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Mach’s nochmal Joe: So will der Westen Putin in die Knie zwingen!

13/03/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Westen glaubt allen ernstes, das geht ein zweites Mal! Genau mit diesen perfiden Methoden hat das alte Schlitzohr Reagan die UDSSR zu Fall gebracht. Nicht nur, dass er sich keine Freunde macht mit solchen Methoden, es ist auch unwahrscheinlich, dass der Plan aufgeht. DAMALS in den 80igern lebten wir in einer bipolaren Welt, heute gibt es viele Player. Sie richten eher das gesamte Finanzsystem zugrunde, die so rachsüchtigen Player. Und die Deutschen machen artig mit. Von wegen souveränes Land!
Hier erläutert Dirk Müller, wie er die Sache sieht:
http://youtu.be/X68lu-i0aAU

      n

Das planen Berlin, Brüssel und Washington im Kampf um die Ukraine.

► SCHRITT 1 Konten dicht, Grenzen zu! Moskaus Oligarchen, Manager, Politiker werden die West-Konten gesperrt, erhalten Einreiseverbote. Sie (und ihre Frauen) können nicht mehr im Westen shoppen, ihre Kinder nicht mehr Elite-Schulen und -Unis in England und in den USA besuchen!

► SCHRITT 2 Immobilienkrieg! Villen, Grundstücke, Beteiligungen russischer Investoren im Westen werden eingefroren, dürfen nicht mehr verkauft werden.

► SCHRITT 3 Rohstoffboykott! USA und Saudi- Arabien fluten die Märkte mit Öl- und Gas, kappen Moskaus wichtigsten Einnahmeposten (50 % der Wirtschaftskraft). Westeuropa bezieht Öl und Gas nur noch aus westlichen Quellen.

Folge: Russlands Wirtschaft bricht zusammen (funktionierte schon 1986, führte zum Staatsbankrott und drei Jahre später zum Ende des Sowjetreichs).

► SCHRITT 4 Handelskrieg! EU-Boykott aller Importe aus Russland (vor allem Staatskonzerne wie Gazprom, Sberbank). Strengere Einfuhrbestimmungen („Umweltstandards“) machen russische Produkte im Westen unverkäuflich.

Folge: Der Rubel fällt ins Bodenlose, Russland kann Einfuhren und Kredite nicht mehr bezahlen. Russen flüchten in Dollar und Euro.

Langfristig gehören die Ukraine und Russland in die EU!

04/03/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Super Artikel von Bettina Röhl in der WIWO:

http://www.wiwo.de/politik/europa/bettina-roehl-direkt-krim-keine-eskalation-herbeireden-seite-all/9565056-all.html

Die seit längerem anschwellende Regierungskrise in der Ukraine konnte mit den jüngsten Wechseln im Ministerpräsidentenamt nicht beendet werden. Und auch der Abgang des bis 2015 gewählten Staatspräsidenten Wiktor Janukowitsch, der letzte Woche aus dem Amt gejagt wurde und nach Russland abtauchte, konnte die Lage in keiner Weise beruhigen. De Jure ist Janukowitsch noch im Amt, nämlich solange das gegen ihn laufende Amtsenthebungsverfahren nicht förmlich abgeschlossen ist.

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Die Krim, das Tor Russlands zum Westen

01/03/2014 § 3 Kommentare

Jauch redet in seinem Sonntagabend Talk über die Ukraine und wer ist zu Gast, natürlich wieder „Süßkind“ Marina Weisband. Sie heimst einen Applaus nach dem Anderen ein für ihre naiven Aussagen, die mich stark an das Gespräch mit Precht über liquid democracy erinneren:
https://kirkes.wordpress.com/2013/06/24/das-subjekt-und-die-liquid-democracy/

Immer diese undurchdachten Sachen! Naivität scheint Punkte zu bringen in unserem Mediensystem und das läuft ja zur Zeit wieder heiß. Ja klar, die Ukraine muß sich selbst finden und der Westen u n d Russland sollen sich heraushalten. So denken a l l e Gutmenschrn und solche, die dafür gehalten werden wollen. Was dabei herauskommt ist mal wieder das Drehen des Messers in der Wunde https://kirkes.wordpress.com/2013/08/31/fall-snowden-vom-drehen-des-messers-in-der-wunde-amerika-faz/
und d a s gefällt mir gar nicht!

Die Ukraine ist nicht die S c h w e i z! Sie ist pleite und braucht Hilfe. Sie steht kurz vor dem Staatsbankrott. Wie soll das Land sich selbst finden, wenn es in sich gespalten ist und HILFE braucht?nDer Westen ist gar nicht imstande und willens diese Hilfestellung zu leisten, die die gewalttätigen Aufständischen auf dem Maidan e r p r e s s e n wollen. Das ist doch das Problem und das Dilemma und nicht Russland!
Es waren nicht die netten Menschen auf dem Maidan, die den Umsturz bewirkten, es liegen handfeste Interessen dahinter!
Jedem der schon mal auf der Krim war sollte klar sein:
Russland hat Interesse an der KRIM, so starke Interessen wie die Christen am heiligen Land.
Da kann der Westen und allen voran Obama nur wieder dieses hilflose Bild abgeben. Und Russland bekommt die Rolle des Aggressors, was so auch nicht stimmt.

Es geht eben nicht nur um die strategische Bedeutung der Krim als Basis für die russische Schwarzmeerflotte. Die Halbinsel und ihre Hauptstadt Sewastopol gehören zu den großen nationalen Mythen Russlands. Hier durchbrachen die Zaren die Umklammerung der eisigen Meere, hier widerstanden ihre Soldaten englischen und französischen Expeditionstruppen, weißen Armeen, ihren Alliierten und der deutschen Wehrmacht.

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Wünschen wir uns nicht alle, dass die EU etwas schweizerischer wird?

11/02/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

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Die Schweiz, hat einmal ein Witzbold gesagt, ist ein Riesenland: wenn man sie nur glattziehen könnte.

Bis 1848 war die Schweiz ein Staatenbund, jeder Kanton war souverän. Und so sieht es der Helvetier noch immer. Er ist zuerst Kantons-, ja Gemeindebürger. Der Ur-Mythos der Schweiz ist der Rütlischwur: ein „einzig Volk“, gewiss, aber jeder steht weiterhin für sich.

Sich verbünden, aber frei bleiben. Das ist die Schweizer Idee vom Zusammenstehen.

Solidarität ohne Einheitsmatsch.

Zum Beispiel der Kanton Graubünden. Er hat nicht deshalb das “-bünden” im Namen, weil er Teil des eidgenössischen Bundes ist. Sondern, weil er selbst als Bund entstand, aus drei Gebilden.

Diese drei wiederum hießen: Oberer Bund, Gotteshausbund, Zehngerichtebund. Sie waren also ihrerseits „Bünde“, zusammengesetzt aus Gemeinden, jede für sich ein kleines freies Reichlein.

Der große Bund, die Gesamtschweiz, ist immer nötig, wenn Feinde abgewehrt werden sollen. Der zweite Mythos der Schweiz, das ist die Schlacht von Sempach. Nationalheld Arnold Winkelried schnappte sich eine Reihe von feindlichen Speeren, stieß sie sich in den eigenen Leib und bahnte dadurch eine Gasse für die Schweizer Kämpfer. Ein einzelner Eidgenosse kann eine ganze Truppe schachmatt setzen, besagt der Mythos. Und die Schweiz ist auch allein wehrhaft. 1940 war sie umgeben von Nazideutschland und seinen Vasallen.

Der Kanton (mancher hat nicht mal die Größe eines deutschen Landkreises) ist das wahre Heimatland für die Schweizer, Europa ein hypertrophes Gebilde. Seit Jahren wird dem Schweizer gesagt, er müsse in die EU, gar in die Eurozone, der Zukunft wegen. Doch das Land wurde immer reicher, ohne EU und mit Franken.

Wünschen wir uns nicht alle, dass die EU etwas schweizerischer wird?

Ukraina, Grenzland zwischen Ost und West

25/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Ukraina stammt von dem Wort граница ab, was soviel wie Grenzland oder Radgebiet bedeutet. In der Steppenregion des nördlichen schwarzen Meeres bildete dieses Land im Mittelalter die Grenze zwischen der sesshaften slavischen und der nomadischen Kultur. Und Grenze ist Ukraine noch immer, heute zwischen dem europäischen und russischem Einflußbereich.

In der größten Demonstration der ukrainischen Opposition seit der demokratischen „Revolution in Orange“ haben am Sonntag bis zu hunderttausend Menschen die Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union gefordert.

Zu der Demonstration hatten die drei wichtigsten Oppositonsparteien der Ukraine aufgerufen, nachdem das Regime Janukowitsch am vergangenen Donnerstag überraschend die Vorbereitungen für die Unterzeichnung eines Assoziierungsvertrags mit der EU abgebrochen hatte.
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2jähriges Hochsicherheitsprogramm?

15/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Nach Sando Gayken sind gezielte Aktivitäten die Ressourcen, die die Nachrichtendienste heute haben. Gut gerüstete Angreifer kommen überall rein, sie können alles machen. Das ist sehr bedrohlich!

Hochsicherheitsinformationstechnologie ist nicht IT-Hochsicherheit. Es geht nicht um Sicherheitsprodukte, die ein wenig besser sind. Die bisherige Geschichte der Informationstechnologie und Computer, Hardware und Betriebssysteme ist eine Geschichte von Entscheidungen gegen Sicherheit. Das geht 70 Jahre zurück. In den vierziger Jahren wurde zwischen der Harvard- und Von-Neumann-Architektur entschieden. Schon damals hat man sich für die billige und schnelle, statt sichere und solide Technologie entschieden. Diese Entscheidung wurde seit dem immer wieder so getroffen. Das muss man jetzt korrigieren.

In Europa wird derzeit keine nennenswerte Hardware und nur wenig bedeutende Software entwickelt. Dieser Rückstand stellt sich in ihrer Idee plötzlich als Chance dar.

Die Franzosen sind wegen ihrer Industriespionage im Verruf, die Briten gehören zum Spionagenetzwerk der „Five Eyes“ und den Italienern fehlt das Wissen. Es wäre geboten, eine deutsche Lösung zu finden in Kooperation mit kleinen Staaten, etwa den Niederlanden oder Norwegen, um eine Hardwareproduktion zu entwickeln, samt hochsicheren Betriebssystemen. Es wäre ein Gewinn an Sicherheit, an Privatheit und Datenschutz und es würde sicherlich auch ein Exportschlager.
Wir haben zu dieser Frage bereits geforscht und sind zu dem Schluss gekommen, dass es ein Zweijahresprogramm wäre. Mit den Fähigkeiten und Konzepten, die wir haben und mit den Resten an IT-Technologie in der Industrie würden wir relativ zügig sehr gute Hochsicherheitstechnologie entwickeln können.

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