Es fügt sich ..

19/02/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Es fügt sich so ein Bild zusammen

Das Thema „Subjekt“, das so gar nichts mit einem Individuum moderner Prägung zu tun hat, das wir brauchen und welches genau diese moderne die „Maschinenwelt“ bedroht.
Ein Subjekt ist ein Riss und bringt etwas Neues in die Welt, indem es s u c h t. Bei der Individualisierung werden die Personen blasser und die Objekte, die sie „tragen“ farbiger. Damit hat das Individuum wenig bis keinen Einfluß, wohl aber das S U B J E K T. Es ändert die fertige Welt, indem es sucht und bewirkt damit eine Innovation, die den Namen verdient.

Es ist eben nicht nur ein Auswählen aus dem Bestehenden. Es ist ein Infragestellen des Bestehenden.
Das deutlichste Subjekt zur Zeit ist Ed Snowdon.

Gerade durch sein Beispiel wird aber auch deutlich, dass wir soetwas wie investigativen Journalismus brauchen. Ohne Glen Greenwald und Laura Poitras wäre Snowdons Botschaft nicht zu uns gelangt.

Dass dieser investigative Journalismus aber auch seine Schattenseiten hat, zeigt der Fall Wulff. Hier wurden in unglaublichem Maße die Massen emotional bewirtschaftet und Wulff zum Freiwild. Es gab kein Halten mehr. Der Fall Edathy schließt da gleich an und geht noch einen Schritt weiter:

Denn hier wird gleich die Demokratiefrage mit gestellt.

Wo blieb die Unschuldsvermutung im Fall Edathy?

WIE gestaltet sich die Geschichte, wenn eine Behörde mehr zu wissen glaubt, als sie tatsächlich weiß?

Jede Handlung in der realen Welt hinterläßt mittlerweile in der digitalen Welt SPUREN.Diese können prima e x t r a p o l i e r t werden, wie im Fall Edathy geschehen. Jemand der solche l e g a l e n Videos bestellt, k ö n n t e ja auch anderes konsummieren. Die anonymen Algorithmen beginnen zu rechnen! Und dieses KÖNNTE hat es in sich! Hier wird die Suppe richtig scharf. Was K Ö N N T E aus meinem Surfverhalten nicht alles abgeleitet werden, worauf ich selber niemals komme? UNSCHULDSVERMUTUNG ade!

Damit kann man dann auch noch gehörig die Massen emotional bewirtschaften.
Gut dass Edathy die Nerven verloren hat, so kann man jetzt die aufgebrachte Menge, die Blut sehen will (wie Canetti so schön ausarbeitete) mit einm hinreichenden Verdacht besänftigen. Aber das Grundproblem bleibt.

Mir graut vor dem System, das hier seine Vorzeichen schickt!

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‚Technik kostet uns Freiheit‘ und gibt uns Bequemlichkeit

13/01/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Sascha Lobo sprach von der digitalen Kränkung des Menschen und wies damit der digitalen Welt einen Platz neben Kopernikus zu. Ich weiß nicht, ob man soweit gehen muß, aber bis zurück zur Aufklärung auf jeden Fall. Die Steuerung unserer Existenz durch die Giganten des Internets kann schon als ein Prozess betrachtet werden, der mit der Aufklärung begann und uns immer mehr Freiheiten nimmt. Das hört sich erstmals abstrus an, da die Zeit der absolutistischen Herrscher nun gar nicht als freiheitlich betrachtet werden kann. Aber dazu in einem anderen Beitrag mehr. Jetzt erstmals zu der dringenden Frage, ob es schon Ansätze gibt, wie wir dem entkommen können.

Schon 1975 hat der französische Philosoph Foucault darüber nachgedacht:

http://wp.me/p18Mm2-18I , die Situation furiös beschrieben und auch Lösungsansätze gefunden.

Aber auch mit den Gedanken von Foucault bleibt es dabei:
Es ist ein fundamentales Dilemma der Technikphilosophie: Innovation gibt es nicht umsonst.

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gescheit gescheitert

09/01/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

big-nein-0

The very best piece of writing I’ve encountered on Twitter comes from a feed called NeinQuarterly.

Here it is: “At Starbucks I order under the name Godot. Then leave.”

Vor 2 Jahren er, Jarosinski, zu twittern begonnen. Mit seinen klugen, geschliffenen Aphorismen und Späßen begeistert er nicht nur mich.

Chefredakteure und Verleger beginnen damit, sich für seine Arbeit zu interessieren. Er gefällt sich in seiner neuen Rolle als gescheiter(ter) Akademiker.

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„Prioritäten setzen“ und schon ist es aus mit dem SUBJEKT

06/01/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Mark Zuckerberg brauchte dringend Hilfe. Der Börsengang von Facebook im Mai 2012 hatte sich als großes Chaos erwiesen.
Die Website, die er auf seiner Studentenbude gebastelt hatte, hatte er zwar in ein Unternehmen verwandelt, das mit 100 Milliarden Dollar bewertet wurde. Doch jetzt lastete ein nie gekannter Druck auf dem jungen Chief Executive. Er musste beweisen, dass er in der Lage war, Unmengen an Werbeanzeigen auf Smartphones zu verkaufen.

Also schnappte er sich ein paar Wochen später seinen Freund Andrew „Boz“ Bosworth und spazierte mit ihm über die Wiesen auf dem Firmengelände von Facebook im kalifornischen Menlo Park. Bosworth arbeitet als Spitzeningenieur bei dem sozialen Netzwerk und hatte Zuckerberg an der Harvard University bereits als wissenschaftliche Hilfskraft unter die Arme gegriffen. Es wurde ein langer Spaziergang.

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Computerkontrollierte Muskeln der Cyborgs

29/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Die vor zehn Jahren gegründete Firma Kiva, die jetzt Amazon gehört, bietet Systeme an, die ein Warenlager selbständig, parallel arbeitend und jeden Tag rund um die Uhr betreiben: Jedes der Systeme ordnet und sortiert alle Gegenstände in den Hallen und bewegt sie bei Bedarf zur gewünschten Position. Das heißt, dass kein Lagerarbeiter mehr zum Regal gehen muss, sondern jede gesuchte Ware zum richtigen Zeitpunkt direkt vor den Packplatz gefahren wird. Die Roboter von der Größe eines anständigen Rasenmähers schieben sich jeweils unter das Regal, heben es wenige Zentimeter an und befördern es zur von der zugehörigen Software festgelegten Position.

Das ergibt sich ein Logistikzentrum, in dem sich erstaunlich wenige Menschen bewegen. Kunden von Kiva sind nicht nur die Riesen der Shopping-Branche, sondern auch Arzneimittellager und Ersatzteilhallen aller Art, all jene Unternehmen also, die ähnliche Optimierungsziele in der Lagerlogistik anstreben.

Es geht darum, Arbeitskosten einzusparen und die Effizienz bei den verbliebenen Menschen drastisch zu erhöhen.

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Berlin Berlin oder „kann das Neue im Alten entstehen?“

27/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Kann das Neue im Alten entstehen?

Berlin, heißt es, sei das neue Silicon Valley. Innerhalb weniger Jahre ist hier eine Szene entstanden, die Firmen wie Zalando hervorgebracht hat, das im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro Umsatz machte. Alle zwanzig Stunden wird eine neue Firma ins Handelsregister eingetragen. Leute, die eben noch Studenten waren, verkaufen ihre Idee an große Konzerne und werden plötzlich Millionäre. Wie kommt es auf einmal zu dieser Explosion des Neuen?

Räumen wir mal mit den Mythen auf: Die gängige Vorstellung, in Berlin würden sich ein paar junge Leute mittags im Café treffen, ihre Laptops auspacken, ein Programm schreiben, das etwas kann, was es bisher nicht gab, und es kostenlos ins Internet stellen, wo es innerhalb weniger Tage von Millionen Menschen benutzt wird, ist einfach Bloedsinn!

Hinter den vielen bekannten Startups stehen große Konzerne wie Bertelsmann, Springer, Otto, Tengelmann oder die Deutsche Telekom. Außerdem lassen sich die meisten Start-ups in die Geschäftsfelder Online-Handel, Spiele, Medien oder Werbung einsortieren.

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Jugaads

03/09/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Das ist, was ich an Indien so mochte auf der langen Reise 2010/2011
https://kirkes.wordpress.com/2010/11/12/jugaad/

Indians are never short of creativity!! One of the things they are proud of :D
The innovative improvisations always make me wonder why is that these things happen majorly in a country like India??

Is it because they very little resources? Is it because people are adaptable? Whatever the reasons are, some of these small inventions surely have started making a difference and have helped many people. Some have even been adopted into mass productions and lots more yet to be Jugaad-ed!!!

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