Orheiul Vechi – altes Orhei

30/09/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Das war einer der schönsten Tage der Reise. Wir fuhren diesmal (weil der Bus weggefahren war) mit dem Taxi zu dem Ort. Das dauerte knapp ne Stunde und kostete etwa 8 Euro pro Person. Die Taxifahrer müssen in dem Land wirklich fahren können um all den Schlaglöchern und sonstigen Hindernissen auszuweichen.

Dort angekommen, war nicht das Kloster die Schau und die vielen archäologischen Funde (aus der Steinzeit, von den Mongolen usw) sondern das kleine Dörfchen am Fusse des Ringwalls. Es war noch so ursprünglich und die Menschen ohne jede Hetze holten sich Wasser aus dem Brunnen (Wasserleitung haben sie zwar, ist ihnen aber meist zu teuer) Wir kauften Wurst und Brot, Schokolade und Bier und setzten uns in den Garten des Hauses. Später gesellten sich 3 junge Leute dazu, wovon einer aus der Oberpfalz (bei Deggendorf) war und in Nürnberg arbeitete. Er war das erste Mal ausserhalb der Grenzen Europas und kam aus dem Staunen -nach seinen eigenen Aussagen-nicht mehr heraus.

Das Mädchen, seine Freundin, sprach sehr gut deutsch und erzählte uns einiges. Sie bestellt dann für uns auch eine Hühnersuppe (Sama) von deren Existenz wir gar nichts gewußt hätten und in der fast halbe Hühner schwammen 🙂

Dann ging s mit dem Bus zurück nach Chisenau.

Chisenau

29/09/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

http://de.wikipedia.org/wiki/Chi%C8%99in%C4%83u

Seltsam dieses Moldawien. Wir fuhren ca 6 Stunden mit dem Bus von Odessa aus durch eine ländliche Gegend, die nicht wirklich arm wirkte, eher so wie bei uns vor 50 Jahren. Die Stadt selber hatte aus der Ferne eine imposantere Skyline als Odessa und ist wohl auch grösser. Ein dominanter Taxifahrer brachte uns zum Hotel. Irgendwo findet sich immer jemand der Englisch spricht, wie in Asien wird der von Einheimischen schon herbei geschafft.

In unserem Hostel (www.chisinau.com) begrüsste uns ein zwanzigjähriger David. Das Zimmer im übliche Backpackersstil (wir zahlen pro Person 10 Euro pro Übernachtung) ist ok. Es ist recht kalt geworden. Langärmelig ist nach den sonnigen Tagen in der Ukraine jetzt angesagt.

Dann haben wir uns aufgemacht und im Armee-Museum eine recht gute Mamaliga (siehe Bild) gegessen. Ein typisches Gericht nicht nur in Moldawien sondern in der ganzen Gegend.

Die Stadt selber war dann nicht wirklich aufregend. Halt wieder so eine eher kleine Stadt mit Regierungsgebäuden und Botschaften, aber ohne rechtes Zentrum. Die Kathedrale war ganz nett, recht kostbar angerichtet, wie orthodoxe Kirchen halt so sind. Aber mich nerven mittlerweile die patriarchalischen Regeln, die sie einem dauernd überbraten: da ein Kopftuch, dort eine Klamotte. Ist nicht mein Ding.

Auf dem Rückweg kauften wir im Supermarkt (die sich nicht viel von unseren unterscheiden, aber eine grosse Auswahl an Fischgerichten hatten) fürs Abendessen ein. Wie in solchen Hostel halt üblich, war eine bunte Mischung von Reisenden da, die in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch von ihren Erlebnissen berichteten. Ein Georgier, der sehr gut deutsch sprach und ein Reise-Weg-Portal für seine Heimat aufbaut, ein junger deutscher Maschinenbaustudent, der am nächsten Tag unbedingt nach Transnistrien wollte um billigen Schnaps einzukaufen und ein Belgier mittleren Alters , der sich ein Auto (!!!) mietete um ebenfalls am nächsten Tag das Abenteuer Transnistrien auf sich zu nehmen. Leider hatten wir, bei unserer Reisegeschwindigkeit, für solche Eskapaden leider keine Zeit. Wirklich schade!

Eines muss ich noch erwähnen. Es ist ungeschickt, früh loszufahren, denn vor halb 7 gibt es keinen Strom (ob im ganzen Ort weiss ich nicht, jedenfalls nicht im Hostel). Es ist etwas anstrengend den Rucksack im Dunkel zu packen, gerade dann, wenn die Taschenlampenbatterie dann auch noch ausfällt und man nicht mal vorher einen Kaffee hatte 🙂

junges altes Moldawien

29/09/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Angekommen in Moldawien. Das Land wirkt sehr landwirtschaftlich gepraegt und die Hauptstadt auf den ersten Blick mondän.

Aber man vermutet nicht, das ärmste Land Europas vor sich zu haben. Wenn man sich das Banner mit Fotos aus Chişinău, der Hauptstadt anschaut, dann hält es den Vergleich mit anderen kleinen westeuropäischen Städten durchaus stand. Die Bauten sind ja recht prächtig und an der einen oder anderen Botschaft und an den Regierungsgebäude kommt man auch vorbei – von den orthodoxen Kirchen ganz zu schweigen, die ja immer eine gewisse Pracht ausstrahlen. Moldova hat in seiner Vergangenheit immer eine Rolle in Europa gespielt. Zwar meist nur eine Randrolle, haber immerhin. Es gab auch Zeiten in denen es sehr geschichtsträchtig war.

Jetzt ist es allerdings sehr an den Rand gedrängt, das junge alte Land – „jung“ deshalb, da es 1991 aus der UDSSR hervorgegangen ist – „alt“, da es eine reiche Tradition und bewegte Geschichte in Europa hat.

Alt ist auch der Weinanbau in dieser Gegend:

http://www.moldawien-info.de/html/weingeschichte.html

und schön dieses Filmchen, das so die Stimmung zwischen morbid und lebenslustig gut wiedergibt. Ich habe mich sehr wohlgefühlt da.

http://www.youtube.com/watch?v=WBB9TeaxWUY&feature=player_embedded

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