China’s verpestete Luft und vergiftete Böden

24/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

China fürchtet Unzufriedenheit der Bevölkerung. Das war in seiner jahrtausende langen Geschichte schon immer so. Sie suchen nachdrücklich nach Lösungen, manchmal auch fern jeglicher Ideologie. Nach dem Finanzmarkt:

https://kirkes.wordpress.com/2013/06/29/unruhen-in-china-2/
ist jetzt der Rohstoffmarkt dran:

Mit billigen Rohstoffen hat China jahrzehntelang seine Industrie angeheizt und so einen beispiellosen Boom ermöglicht. Die Kehrseite sind verpestete Luft und vergiftete Böden. Nach neuen Plänen soll deshalb dem Markt eine stärkere Rolle bei der Preisfindung von Rohstoffen zukommen, so dass zugleich die Verschmutzung gedämpft wird.

Dies ist Teil des großen Reformpakets, das die Führung der Kommunistischen Partei bei ihrem Treffen in der vergangenen Woche beschlossen hat.
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Hans Jonas

02/10/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Auf jeder Reise begleitet mich ein Buch. Den Autor empfinde ich als zusätzlichen Reisefreund. Er erzählt mir von seiner Sicht der Dinge. Dieses Mal war es Hans Jonas, ein Zeitgenosse  Hanna Arendts. Das Buch von Jonas ist meiner Meinung  nach hochaktuell, obwohl er es schon 1979 geschrieben hat. Seine Themen werden jetzt sogar schärfer sichtbar, weil noch Zeit ins Land gegangen ist.

Hans Jonas sieht uns auf einer  Selbstvernichtungsspur und fordert ein Umdenken. Seiner Meinung nach brauchen wir eine neue Ethik, da der entfesselte Prometheus, die  Technik,  bisher nie gekannte Kräfte entwickelt hat, dem die arbeitsteilige Wirtschaft sogar noch rastlosen Antrieb gibt.  Die alten Ethiken der Religionsgemeinschaften, aber auch z. B. Kants kategorischer Imperativ ziehen nicht mehr. Sie schielen auf die Zeitgenossen, das ist aber nach Jonas n i c h t  genug, da sie darauf ausgerichtet sind, nur das naheliegende zu ordnen.  Wie auch Benedikt ausführt, hatten wir bisher  niemals soviel Macht, niemals soviel Einflussmöglichkeiten auf die Natur und darum eine grössere Verantwortung für das w a s  wir tun. 

 Nicht nur der Zeitgenosse, sondern auch  zukünftige Menschen und die nichtmenschliche Natur müssen jetzt in die Betrachtungen mit einbezogen werden, weil wir jetzt die Macht haben sie zu zerstören. Nach Jonas muss neu gedacht und anders gehandelt werden. 

Am Schluss seiner theoretisch sehr gehaltvollen Abhandlung meint er, dass die  kommunistischen Länder eher zu der Verzichtsleistung im Stande sind, welche impliziter Bestandteil jeder Zukunftsvorsorge in einer Verschwendungskultur sei.

Wenn ich mir Moldawien so anschaue, gerade dieses noch untechnisierte Land ( durch das wir gerade zu dritt reisen) dann muss ich ihm Recht geben. Hier wird noch (!!) ein Lebensstil ohne jede Verschwendung gepflegt. Nein, ein leichtes Leben das nicht.  Zum Teil holen sie noch Wasser aus dem Brunnen, weil dasjenige aus der schon vorhandenen Wasserleitung zu teuer ist. 

Aber diese Länder habe eine BASIS, die funktioniert. Es funktioniert ohne jede Voraussetzung, wie es all die Jahrhunderte vorher schon funktioniert hat.  Hierauf könnte man aufsetzen.  Einige Verbesserungen erarbeiten, die ein lebenswertes Leben außerhalb der großen Verschwendungszone Europa ermöglichen.  Vorteil: Es gäbe ein Modell, wohin wir uns in einer nicht allzu fernen Zukunft gesundschrumpfen könnten.

Kerala und solar-betriebene Hausboote in Backwaters

05/09/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Sie sind d i e Touristenattraktion in den Backwaters, die Reisbarken.

Ein cleverer Geschäftsmann hat vor weniger als 10 Jahren einen alte Reisbarke umgebaut und sie an Touris vermietet und jetzt treiben sie dort ihr Unwesen.

Und auch wir haben bei unserem Besuch in Indien dies nicht entgehen lassen und es ist ja auch wirklich ganz nett:

https://kirkes.wordpress.com/2011/01/18/backwaters/

https://kirkes.wordpress.com/2010/11/02/kerala-backwaters/

Aber die Wasserstraßen sind für diese riesigen Boote nicht gebaut, sie gehen kaputt. Verdienen tun an den Booten nur die Geschäftemacher, die Touris sind ja auch gleich wieder weg. Die Backwater sind aber, wie das Foto zeigt, der Lebensraum von vielen Menschen und das macht ja auch die Schönheit dieser Region aus.

Hört sich ja ganz gut an, dass die Regierung in Kerala jetzt diese Hausboote solar-betrieben anbietet, aber was ist damit w i r k l i c h gewonnen?

http://drsanjaykumarheartsurgeon.wordpress.com/2011/09/05/kerala-resort-to-launch-solar-powered-boats-india/

NICHTS. Es ist ein Pflästerchen aufs schlechte Gewissen für die ach so umweltbewussten Ausländer. Ein Marketing-Gag. Indien betreibt Raubbau – überall wohin man sieht! Vor allem da, wo es geschäftlich erfolgreich ist!

Honey Bee Network

18/06/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Was die Grünen bei uns sind, das ist honey bee in Indien

http://www.sristi.org/cms/en/our_network

Es freut mich, dass D-Land jetzt so mutig ist und voran geht, trotz aller Risiken!

Bis zum Zeitalter der Industrialisierung nutzten die Menschen vor allem die lokal vorhandenen Energiequellen, Wasser und Windmühlen. Aber auch das verfeuern von Holz aus nahe liegenden Wäldern war üblich. Dann brauchte man mehr Energie als verfügbar war und es drohte die erste Energiekrise -die Holzkrise des achtzehnten Jahrhunderts. Robert Malthus und andere entdeckten die Grenzen des Wachstums. Die Holzkrise lösten die Menschen auf unerwartete weise: Kohle, Erdöl, Erdgas, schließlich Uran

Seit zwei Jahrhunderten setzen Industrie und Gesellschaft weitgehend auf die Nutzung von Energie, welche aus fossilen Rohstoffen oder spaltbarem Material gewonnen wird. Dies immer weiter zu tun führt früher oder später zu einer Katastrophe. Es kann nie und nimmer nachhaltig sein, Rohstoffe zu verwenden, deren Menge rapide abnimmt und die daher den nachfolgenden Generationen als Basis zum leben und überleben nicht mehr zur Verfügung stehen.

Es ist schon bemerkenswert, wie wir so ticken
anything goes
Wettbewerb und Naturschutz
Klimaschutz und Billigflüge
billige Energie und Energiesparprogramme

Bei allem Risiko: da gehts lang!

Die Zukunft liegt bei den Rückständigen

Wo bin ich?

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