Langfristig gehören die Ukraine und Russland in die EU!

04/03/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Super Artikel von Bettina Röhl in der WIWO:

http://www.wiwo.de/politik/europa/bettina-roehl-direkt-krim-keine-eskalation-herbeireden-seite-all/9565056-all.html

Die seit längerem anschwellende Regierungskrise in der Ukraine konnte mit den jüngsten Wechseln im Ministerpräsidentenamt nicht beendet werden. Und auch der Abgang des bis 2015 gewählten Staatspräsidenten Wiktor Janukowitsch, der letzte Woche aus dem Amt gejagt wurde und nach Russland abtauchte, konnte die Lage in keiner Weise beruhigen. De Jure ist Janukowitsch noch im Amt, nämlich solange das gegen ihn laufende Amtsenthebungsverfahren nicht förmlich abgeschlossen ist.

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Die Krim, das Tor Russlands zum Westen

01/03/2014 § 3 Kommentare

Jauch redet in seinem Sonntagabend Talk über die Ukraine und wer ist zu Gast, natürlich wieder „Süßkind“ Marina Weisband. Sie heimst einen Applaus nach dem Anderen ein für ihre naiven Aussagen, die mich stark an das Gespräch mit Precht über liquid democracy erinneren:
https://kirkes.wordpress.com/2013/06/24/das-subjekt-und-die-liquid-democracy/

Immer diese undurchdachten Sachen! Naivität scheint Punkte zu bringen in unserem Mediensystem und das läuft ja zur Zeit wieder heiß. Ja klar, die Ukraine muß sich selbst finden und der Westen u n d Russland sollen sich heraushalten. So denken a l l e Gutmenschrn und solche, die dafür gehalten werden wollen. Was dabei herauskommt ist mal wieder das Drehen des Messers in der Wunde https://kirkes.wordpress.com/2013/08/31/fall-snowden-vom-drehen-des-messers-in-der-wunde-amerika-faz/
und d a s gefällt mir gar nicht!

Die Ukraine ist nicht die S c h w e i z! Sie ist pleite und braucht Hilfe. Sie steht kurz vor dem Staatsbankrott. Wie soll das Land sich selbst finden, wenn es in sich gespalten ist und HILFE braucht?nDer Westen ist gar nicht imstande und willens diese Hilfestellung zu leisten, die die gewalttätigen Aufständischen auf dem Maidan e r p r e s s e n wollen. Das ist doch das Problem und das Dilemma und nicht Russland!
Es waren nicht die netten Menschen auf dem Maidan, die den Umsturz bewirkten, es liegen handfeste Interessen dahinter!
Jedem der schon mal auf der Krim war sollte klar sein:
Russland hat Interesse an der KRIM, so starke Interessen wie die Christen am heiligen Land.
Da kann der Westen und allen voran Obama nur wieder dieses hilflose Bild abgeben. Und Russland bekommt die Rolle des Aggressors, was so auch nicht stimmt.

Es geht eben nicht nur um die strategische Bedeutung der Krim als Basis für die russische Schwarzmeerflotte. Die Halbinsel und ihre Hauptstadt Sewastopol gehören zu den großen nationalen Mythen Russlands. Hier durchbrachen die Zaren die Umklammerung der eisigen Meere, hier widerstanden ihre Soldaten englischen und französischen Expeditionstruppen, weißen Armeen, ihren Alliierten und der deutschen Wehrmacht.

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Ukraina, Grenzland zwischen Ost und West

25/11/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Ukraina stammt von dem Wort граница ab, was soviel wie Grenzland oder Radgebiet bedeutet. In der Steppenregion des nördlichen schwarzen Meeres bildete dieses Land im Mittelalter die Grenze zwischen der sesshaften slavischen und der nomadischen Kultur. Und Grenze ist Ukraine noch immer, heute zwischen dem europäischen und russischem Einflußbereich.

In der größten Demonstration der ukrainischen Opposition seit der demokratischen „Revolution in Orange“ haben am Sonntag bis zu hunderttausend Menschen die Assoziierung der Ukraine mit der Europäischen Union gefordert.

Zu der Demonstration hatten die drei wichtigsten Oppositonsparteien der Ukraine aufgerufen, nachdem das Regime Janukowitsch am vergangenen Donnerstag überraschend die Vorbereitungen für die Unterzeichnung eines Assoziierungsvertrags mit der EU abgebrochen hatte.
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Russland kritisiert Ukraine

03/05/2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Für Russland ist die Ukraine ein wirtschaftlich und strategisch wichtiges Land. Wie verhält sich die russische Führung in dem Konflikt zwischen Präsident Janukowitsch und Oppostionsführerin Timoschenkjo?

„Höchst befremdlich“ und „nicht akzeptabel“ hat Dmitri Medwedew, Russlands scheidender Präsident, den Umgang mit der inhaftierten ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko genannt. Die Kritik am Umgang mit der 51-jährigen Oppositionspolitikerin ist freilich doppelbödig: Ihre siebenjährige Strafe erhielt sie wegen Kompetenzüberschreitung im Amt. Gemeint war damit die Unterzeichnung von Knebelverträgen über russische Gaslieferungen. Die für die Ukraine ungünstigen Bedingungen hatte Regierungschef Wladimir Putin seiner damaligen Amtskollegin Timoschenko Anfang 2009 in die Feder diktiert.

Die russische Führung zieht in der Causa Timoschenko seit Prozessbeginn mit dem Westen mehr oder minder an einem Strang. Allerdings aus völlig anderen Beweggründen. Und man muss auch sehen, dass die gute Julia alles andere als ein Unschuldslamm ist:

https://kirkes.wordpress.com/2011/10/11/julija-timoschenko/

Sie versteht auch jetzt wieder den Zeitpunkt der Fußball-Europa-Meisterschaft ganz hervorragend für sich zu nutzen. Und natürlich ist auch der Westen Interesse geleitet, genauso wie Russland.

Zwar darf Moskau den ukrainischen Kriegshafen Sewastopol auf der Krim, wo die russische Schwarzmeerflotte stationiert ist, weiter nutzen. 2010 stimmte Janukowitsch der Verlängerung der 2017 auslaufenden Abkommen um weitere 25 Jahre zu. Doch die von Amtsvorgänger Viktor Juschtschenko und dessen Regierungschefin Timoschenko auf den Weg gebrachte Integration der Ukraine in westeuropäische Strukturen hält sich auch Janukowitsch offen. Eben diese Option aber ist das Haupthindernis für einen Beitritt der Ukraine zur Zollunion Russlands mit Kasachstan und Weißrussland sowie zum Euroasiatischen Wirtschaftsraum. Moskau sieht beide Strukturen vor allem als Instrument zur wirtschaftlichen Reintegration ehemaliger Sowjetrepubliken. Fehlt die einwohnerstarke und wirtschaftlich relativ potente Ukraine, verliert das Projekt an Sog- und Strahlkraft.

Die Ukraine ist, wie wir bei der Reise ganz hautnah erlebten, so ein Grenzgebiet, das nirgends dazu gehört. Der Westen ließ sie bisher am ausgestreckten Arm verhungern. Der Osten wollte sie zwar haben, aber zu einem hohen Preis. An diesen Dissenz ist auch die orangene Revolution gescheitert und ein verspätetes Einsetzen des Westens für die Timoschenko ist ein Seiltanz, genauso wie die Kritik Russlands.

Die Ukraine hat`s schwer

23/11/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) hat Ende Nov. 2011 den Vertrag über die Eurasische Wirtschaftskommission ratifiziert. Das Dokument wurde von Russlands Präsident Dmitri Medwedew am vergangenen Freitag, dem 18. November, gleich nach seiner Unterzeichnung von den Staatschefs Russlands, Kasachstans und Weißrusslands in der Unterkammer zur Erörterung eingebracht.

Damit bauen Russland Kasachstan und Weißrussland einen gemeinsamen Wirtschaftsraum auf.

Die Ukraine bleibt außen vor. Sie steht mal wieder auf der Grenzlinie und gehört nicht zur EU und auch nicht zum Euroasischen Wirtschaftsraum.

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch gibt zu, dass beim Prozess der Euro-Integration der Ukraine „eine Pause eingelegt werden könnte“. „Wir sehen, dass es Politiker und Länder gibt, die meinen, dass die Ukraine die unserem Land aufgegebenen Kriterien noch nicht erreicht hat“, hat Janukowitsch am Dienstag auf einem Briefing nach den Verhandlungen mit der litauischen Präsidentin Dahlia Grybauskaite gesagt.

Das könnte auf Dauer ein Problem für dieses Land werden!

Julija Timoschenko

11/10/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Ja, die Zeit hat recht. Ihr konnte gar nichts Besseres passieren, als mal wieder ins Gefängnis zu gehen. Wenn sie etwas gut kann, dann ist es das Spiel mit der Presse.

Zwar wird sie nicht mehr wie damals 2004 Tausende auf die Kiewer Straßen bringen können. Zu sehr sind die meisten Menschen, die einst für die Revolution demonstrierten, enttäuscht. Aber sie kann sich zum Opfer des autoritären Regimes stilisieren. Vertreter westlicher Staaten rügten bereits den Prozess. Sogar Moskau bezog unerwartet deutlich für Timoschenko Stellung. Russland geht es vor allem darum, den vereinbarten Gaspreis zu retten, den Präsident Janukowitsch korrigieren will.

Nun gut, Janukowitsch hat sich verrechnet. Russland stellt sich weiter gegen ihn. Gilt er doch eher russland-nah als westorientiert. Seine Versuche, die Ukraine auf Auslandsreisen als modernen und demokratischen Staat darzustellen, sind in sich zusammengefallen.

Während sich die Politiker bekriegen und Richter beschimpft werden, verfällt bei den Wählern der letzte Rest Vertrauen in die Justiz und die politische Klasse.

Und das ist das richtig bemerkenswerte in dieser Geschichte. Es entsteht ZORN.

Timoschenko könnte als Gewinnerin dastehen, wenn die Bühne im Gerichtssaal ihr den Weg zurück zur Macht ebnet. Glaube ich aber nicht, dazu hat sie zu sher enttäuscht.

Die Ukraine braucht keine Rächerin in eigener Sache im Präsidentenpalast. Sie braucht eine neue Generation Politiker, die Staatsämter nicht als Besitz betrachten und für die Werte, die sie verkünden, einstehen. Das Alles hat Timoschenko nicht gemacht.

Der Osten des Westens, der Westen des Ostens. Sie tun sich schwer, die Ukrainer wieder auf die Beine zu kommen. Das hat mir die Reise ganz deutlich gemacht.

 

Tulcea

03/10/2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Rumänische Stadt, das Tor zum Donau-Delta. Erste Stadt innerhalb der Festung Europa.

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