Ende der US-amerikanischen Weltordnung?

08/01/2017 § Hinterlasse einen Kommentar

Nach dem zweiten Weltkrieg schufen die USA unter ihrer Führung eine neue Weltordnung. Sie beruht insbesondere auf der Globalisierung der Märkte. Zu ihrem Schutz und zu deren Ausdehnung wurde die globale US-Militärmacht gebraucht.
Trump machte schon vor seinem Amtsantritt klar, dass er anders als Clinton die bröckelnde, US-geführte globale Weltordnung nicht retten, sondern abbauen will. „America First“ bedeutet für ihn, die teure imperiale Überdehnung der USA zu beenden, um mit den frei werdenden Ressourcen den Wiederaufbau der USA innerhalb ihrer territorialen Grenzen anzugehen.
Da gibt es in der Tat viel zu tun! Auch die US-Streitkräfte will Trump dabei nicht vernachlässigen, sie sollen die besten der Welt bleiben. Natürlich muss er das deutlich machen, denn ohne dieses Versprechen wäre er als Kandidat der Republikaner schon in den Vorwahlen ausgeschieden. Aber die US-Streitkräfte sollen in Zukunft nur zur Verteidigung der USA und nicht wie bisher für imperiale Ambitionen eingesetzt werden. Das ist neu!


Zugleich will Trump mit der Förderung der heimischen Energieindustrie, mit mehr Kohleausstoß sowie Öl-und Gas-Fracking, die USA unabhängig vom Öl des Nahen Ostens machen. Damit verliert diese Region auch die bisherige strategische Bedeutung für Washington. Die Notwendigkeit orchestrieter, ständiger Regimewechsel in den Ländern dieser Region fällt damit weg, ebenso wie die massive US-Militärpräsenz. Ein geschäftsmässig, gutes Verhältnis zu Russland auf der Grundlage gegenseitigen Vorteils könnte zur Basis werden und der Nahe Osten könnte sich zum ersten Mal seit Hunderten von Jahren ohne Einmischung fremder Kräfte entwickeln. Es ist also nicht alles schlecht, was sich da anbahnt.

Nimmt Obama sich etwa Reagon als Vorbild?

15/10/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Irgendwie erinnert das alles an die 80iger Jahre, als Reagon den russischen Haushalt mit tiefen Ölpreisen in die Knie zwang. Moderne Kriege sind wirklich Wirtschaftskriege!

http://de.ria.ru/opinion/20110818/260147463.html

(Artikel unten aus WSJ)

Die Ölpreise sind in diesen Tagen so stark gefallen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Eine Rohölschwemme, vor allem aus den USA, trifft auf eine schwache globale Nachfrage. Und die Folgen für die Welt sind komplex: Während der Preisverfall die Stabilität einiger Länder bedroht, wird er für andere zum wirtschaftlichen Rettungsring.

Mit dem neuesten Preisrutsch um 4,5 Prozent auf 81,84 US-Dollar je Fass hat sich die US-Leichtölsorte WTI an der Mercantile Exchange in New York seit Juni um 20 Prozent verbilligt. Der Schlusskurs vom Dienstag war der niedrigste seit Juni 2012, aber einige Analysten glauben, dass der Preis noch um bis zu 10 Dollar je Fass zusätzlich sinken könnte.

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Irak: Isil-Islamisten rücken auf Bagdad vor

12/06/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

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Unglaublich! Im Irak übernehmen die Isil-Dschihadisten ganze Landstriche und diesmal scheint es keine Finde, dass die Regierung die USA bittet sich einzumischen! Aber wird sie es tun, nach dem Fiasko, nach 10 Jahren Krieg und versuchter Befriedung.
So geht es, wenn man die geschichtlichen Hindergründe außer Acht läßt, wie es die Angelsachsen so gerne tun. Erst schmieden die Engländer nach WW1 so mir nichts dir nichts aus arabischen Stämmen verschiedener Prägung (Sunniten und Schiiten) einen Staat Irak, um sich den Landweg nach Indien zu sichern und dann fallen die Amis ein mir ihrem Krieg gegen den Terror, um einen befriedeten Staat nach dem Modell von Nachkriegsdeutschland aufzubauen, ohne wiederum auch nur im geringsten auf die widerstreitenden Kräfte in dem Land zu achten.
Und so geht das Feuerwerk hakt wieder los, denn natürlich liegt die Ursache in der Unzufriedenheit vieler Sunniten mit der Politik der schiitisch dominierten Regierungen, die das Land seit dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 regiert haben. Auch der aktuelle Ministerpräsident Nuri al-Maliki ist ein Schiit. Seine Parteienkoalition gewann die Parlamentswahlen Ende April und nun steht Maliki eine dritte Amtszeit bevor.
Aber das Land brennt und somit der ganze Landstrich. Das wird Auswirkung haben auf die westlichen Ökonomien! Vor allem, nachdem man sich mit Moskau angelegt hat.

Die Vereinten Nationen haben den Vormarsch der Dschihadisten im Irak scharf verurteilt. Sie müssten daran gehindert werden, „den Weg zur Demokratie im Irak zunichte zu machen“, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch in New York. Der UN-Sicherheitsrat berief wegen der eskalierenden Lage im Irak für Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung ein.
Was macht die NATO? Wird es wieder einen Kriegszug der Willigen geben?

Mach’s nochmal Joe: So will der Westen Putin in die Knie zwingen!

13/03/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Westen glaubt allen ernstes, das geht ein zweites Mal! Genau mit diesen perfiden Methoden hat das alte Schlitzohr Reagan die UDSSR zu Fall gebracht. Nicht nur, dass er sich keine Freunde macht mit solchen Methoden, es ist auch unwahrscheinlich, dass der Plan aufgeht. DAMALS in den 80igern lebten wir in einer bipolaren Welt, heute gibt es viele Player. Sie richten eher das gesamte Finanzsystem zugrunde, die so rachsüchtigen Player. Und die Deutschen machen artig mit. Von wegen souveränes Land!
Hier erläutert Dirk Müller, wie er die Sache sieht:
http://youtu.be/X68lu-i0aAU

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Das planen Berlin, Brüssel und Washington im Kampf um die Ukraine.

► SCHRITT 1 Konten dicht, Grenzen zu! Moskaus Oligarchen, Manager, Politiker werden die West-Konten gesperrt, erhalten Einreiseverbote. Sie (und ihre Frauen) können nicht mehr im Westen shoppen, ihre Kinder nicht mehr Elite-Schulen und -Unis in England und in den USA besuchen!

► SCHRITT 2 Immobilienkrieg! Villen, Grundstücke, Beteiligungen russischer Investoren im Westen werden eingefroren, dürfen nicht mehr verkauft werden.

► SCHRITT 3 Rohstoffboykott! USA und Saudi- Arabien fluten die Märkte mit Öl- und Gas, kappen Moskaus wichtigsten Einnahmeposten (50 % der Wirtschaftskraft). Westeuropa bezieht Öl und Gas nur noch aus westlichen Quellen.

Folge: Russlands Wirtschaft bricht zusammen (funktionierte schon 1986, führte zum Staatsbankrott und drei Jahre später zum Ende des Sowjetreichs).

► SCHRITT 4 Handelskrieg! EU-Boykott aller Importe aus Russland (vor allem Staatskonzerne wie Gazprom, Sberbank). Strengere Einfuhrbestimmungen („Umweltstandards“) machen russische Produkte im Westen unverkäuflich.

Folge: Der Rubel fällt ins Bodenlose, Russland kann Einfuhren und Kredite nicht mehr bezahlen. Russen flüchten in Dollar und Euro.

Die Krim, das Tor Russlands zum Westen

01/03/2014 § 3 Kommentare

Jauch redet in seinem Sonntagabend Talk über die Ukraine und wer ist zu Gast, natürlich wieder „Süßkind“ Marina Weisband. Sie heimst einen Applaus nach dem Anderen ein für ihre naiven Aussagen, die mich stark an das Gespräch mit Precht über liquid democracy erinneren:
https://kirkes.wordpress.com/2013/06/24/das-subjekt-und-die-liquid-democracy/

Immer diese undurchdachten Sachen! Naivität scheint Punkte zu bringen in unserem Mediensystem und das läuft ja zur Zeit wieder heiß. Ja klar, die Ukraine muß sich selbst finden und der Westen u n d Russland sollen sich heraushalten. So denken a l l e Gutmenschrn und solche, die dafür gehalten werden wollen. Was dabei herauskommt ist mal wieder das Drehen des Messers in der Wunde https://kirkes.wordpress.com/2013/08/31/fall-snowden-vom-drehen-des-messers-in-der-wunde-amerika-faz/
und d a s gefällt mir gar nicht!

Die Ukraine ist nicht die S c h w e i z! Sie ist pleite und braucht Hilfe. Sie steht kurz vor dem Staatsbankrott. Wie soll das Land sich selbst finden, wenn es in sich gespalten ist und HILFE braucht?nDer Westen ist gar nicht imstande und willens diese Hilfestellung zu leisten, die die gewalttätigen Aufständischen auf dem Maidan e r p r e s s e n wollen. Das ist doch das Problem und das Dilemma und nicht Russland!
Es waren nicht die netten Menschen auf dem Maidan, die den Umsturz bewirkten, es liegen handfeste Interessen dahinter!
Jedem der schon mal auf der Krim war sollte klar sein:
Russland hat Interesse an der KRIM, so starke Interessen wie die Christen am heiligen Land.
Da kann der Westen und allen voran Obama nur wieder dieses hilflose Bild abgeben. Und Russland bekommt die Rolle des Aggressors, was so auch nicht stimmt.

Es geht eben nicht nur um die strategische Bedeutung der Krim als Basis für die russische Schwarzmeerflotte. Die Halbinsel und ihre Hauptstadt Sewastopol gehören zu den großen nationalen Mythen Russlands. Hier durchbrachen die Zaren die Umklammerung der eisigen Meere, hier widerstanden ihre Soldaten englischen und französischen Expeditionstruppen, weißen Armeen, ihren Alliierten und der deutschen Wehrmacht.

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Buchempfehlung: How Edward Snowden went from loyal NSA contractor to whistleblower

02/02/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

http://www.theguardian.com/world/2014/feb/01/edward-snowden-intelligence-leak-nsa-contractor-extract?CMP=twt_gu

Liest sich wie ein Krimi …

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„Prioritäten setzen“ und schon ist es aus mit dem SUBJEKT

06/01/2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Mark Zuckerberg brauchte dringend Hilfe. Der Börsengang von Facebook im Mai 2012 hatte sich als großes Chaos erwiesen.
Die Website, die er auf seiner Studentenbude gebastelt hatte, hatte er zwar in ein Unternehmen verwandelt, das mit 100 Milliarden Dollar bewertet wurde. Doch jetzt lastete ein nie gekannter Druck auf dem jungen Chief Executive. Er musste beweisen, dass er in der Lage war, Unmengen an Werbeanzeigen auf Smartphones zu verkaufen.

Also schnappte er sich ein paar Wochen später seinen Freund Andrew „Boz“ Bosworth und spazierte mit ihm über die Wiesen auf dem Firmengelände von Facebook im kalifornischen Menlo Park. Bosworth arbeitet als Spitzeningenieur bei dem sozialen Netzwerk und hatte Zuckerberg an der Harvard University bereits als wissenschaftliche Hilfskraft unter die Arme gegriffen. Es wurde ein langer Spaziergang.

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